"Pretty much everything we write about above is open source (even the culture) so the motivated reader will find links to tips and actual software along the way to actually set things up on his/her own.
If there’s anything you’d like to know more about The Etsy Way, just let us know in the comments. We’ll add it if we have it, and probably write it if we don’t."
Etsy hat sein Handelsvolumen 2011 von 314 Mio. auf 538 Mio. Dollar gesteigert und im Dezember mit 70 Mio. Euro einen neuen Umsatzrekord erzielt.
Mit Pauldirekt, Pearlfection, Shirtinator & Co. vereint die Münchner ECommerce Alliance ein buntes Potpourie an E-Commerce-Unternehmen in den innovativeren E-Commerce-Segmenten.
Einzelumsätze weist die Dachgesellschaft seit der Neuformierung nicht mehr aus, deshalb ist es spannend zu verfolgen, was die frisch ernannte Finanzchefin über die Entwicklung der Einzelunternehmen zu berichten hat (PDF):
"Das Weihnachtsgeschäft bei unseren Beteiligungen verlief uneinheitlich. Sehr gute Zuwächse erzielten wir insbesondere beim Verkauf von Gutscheinen bei spassbaron und bei der Schmuck-Onlineshopping-Plattform pearlfection.
Pauldirekt wird auf Grund seines Wachstums und den damit verbundenen Investitionen auch noch in diesem Jahr rote Zahlen schreiben. Es ist jedoch geplant, dass das Unternehmen zum Jahresende auf Monatsbasis die Gewinnschwelle erreicht, so dass in 2013 dann auch auf Gesamtjahressicht schwarze Zahlen möglich sind.
Am stärksten internationalisiert ist derzeit shirtinator, die neben Deutschland auch bereits auf den Auslandsmärken Tschechien, Slowakei und Frankreich positioniert ist. Von dieser Pionierarbeit werden auch die anderen Beteiligungen profitieren."
2012 will die ECommerce-Alliance das Alt-Portfolio weiter bereinigen und sich mit neuen Unternehmen verstärken.
2011 gab es am meisten Bewegung bei den Shoppingclubs: Bei Pauldirekt ist Vorwerk Ventures eingestiegen, bei 52Weine hat Burda Direkt die Mehrheit übernommen.
Auf der Exceed-Konferenz ist die ECommerce Alliance u.a. mit Shirtinator und Pauldirekt vertreten.
Der Fotodienstleister CEWE Color, bekannt vor allem für seine Fotobücher, hat nach eigenen Versuchen mit ViaPrinto kürzlich die Übernahme der Online-Druckerei Saxoprint bekanntgegeben:
"Die Saxoprint GmbH in Dresden ist 2006 mit dem Online-Druck gestartet und erzielte 2011 mit einem Umsatz von mehr als 30 Mio. Euro ein positives Ergebnis.
'Da Saxoprint in einem Marktsegment aktiv ist, in dem wir künftig kräftig expandieren wollen, werden wir das Team entschlossen bei seinem Wachstumskurs unterstützen', sichert CEO Rolf Hollander zu.
Beide Manager bekräftigen: 'In den nächsten 5 bis 10 Jahren wollen wir im Online-Druck mehr als 100 Mio. Euro Umsatz erzielen und damit auch die Ertragskraft des Gesamtunternehmens CEWE COLOR positiv beeinflussen.'
Vor allem Vistaprint zählt mittlerweile zu den umsatzstärksten E-Commerce-Unternehmen, das 2012 die Umsatzmilliarde knacken will (siehe Investorenpräsentation/PDF) und 2011 Albumprinter und Webs.com übernommen hat.
Der Markt für Online-Druckereien und Printprodukte ist einer der vielfältigsten E-Commerce-Märkte überhaupt - und die Mammutfinanzierung für Photobox ("Photobox erhält 83 Mio. € für Moonpig-Übernahme in England") im letzten Jahr zeigt, dass das Ende der Fahnenstange wohl noch nicht erreicht ist.
Auf der Exceed 2012 sind am 22./23. März in Berlin neben CEWE Color von Artflakes über epubli und Personalnovel bis hin zu Shirtinator und Spreadshirt eine Fülle unterschiedlichster Druckdienste vertreten - passend zu unserem Schwerpunktthema Creative Commerce / Customization 500
Dass Macher von individuell gefertigten Produkten gerade dann oft mühselig um den Absatz und ein ohnehin oft schmales Einkommen kämpfen müssen, wenn sie den Verkauf auf Plattformen wie Etsy, DaWanda oder auch der eigenen Webseite samt Shop selber in die Hand nehmen, ist nicht neu.
Die wenigsten Händler auf Marktplätzen für Selbergemachtes erzielen wohl ein Traumeinkommen bei geringem Aufwand, und in der Regel empfiehlt es sich ohnehin, gleich auf mehreren Marktplätzen einen Shop zu betreiben - mit allem organisatorischen Aufwand, der dazu gehört. Für eine One-(Wo)Man-Show grenzt das -"Make a living doing what you love"-handmade-Schlachtruf hin oder her- an Sklaverei.
Das hatten vor einiger Zeit bereits die Macher von Goodsmiths (ehemals craft.ly) erkannt und aus dieser Problemlage ein Geschäftsmodell entwickelt: Goodsmiths bietet Selbermachern gegen eine Transaktionsgebühr von 5% die Möglichkeit, ihre Waren konventionell (also Stück um Stück) oder gleich im Group Buying-Modus zu verkaufen. Noch läuft die Anmeldungsphase, in der sich Produktverkäufer ihren Shopnamen reservieren können (laut Goodsmiths über 300 potentielle Shops und mehr als 1000 Kunden), bald soll der Startschuss endgültig fallen.
Dieses Geschäftsmodell hat seit vergangenem November ein deutsches Unternehmen, das aus Hamburg kommt, in sehr ähnlicher Form aufgegriffen: seedyaa.
Die neue Handelsplattform, seit Ende 2011 aus der geschlossenen beta heraus, will Selbermacher ("Produktanbieter") und Wiederverkäufer ("Ladenbesitzer") zusammenbringen, den Ersteren so schnellere und erfolgreichere Geschäfte, den Letzteren den Zugang zu neuen interessanten Produkten und allen weniger Aufwand bei der Recherche ermöglichen. Eine Art Alibaba für handmade, sozusagen, denn handmade ist nun so sehr Mainstream, dass sich auch der reguläre Markt dafür interessiert und auf der Suche nach guten Bezugsquellen ist. In den Worten des Geschäftsführers Marcus Reisiger soll seedyaa "eine einzigartige Mischung aus Handelspartner-Börse, Online-Marktplatz, Web-Shop und webbasierten Abwicklungssystem" sein.
Die Anmeldung auf dem Portal ist soweit kostenlos, bei Zustandekommen eines Sofortkaufs sowie bei einer Kommissionierung fallen für den Produktanbieter Provisionen an (3%, bzw. 1,5%). Die Schaltung eines Inserats kostet für Ladenbesitzer und für Produktanbieter 1€ plus 19% MwSt. Das Zusammenkommen von Produktanbietern und Ladeninhabern läuft derzeit über sogenannte Inserate, die eine Laufzeit von 30 Tagen haben.
Gegenwärtig wurde die Einführungsaktion für kostenlose Inserate bis Ende März 2012 verlängert. Für gewerblich handelnde Kreative -und nur die dürfen mitmachen- auf der Suche nach anderen oder neuen Absatzmärkten vielleicht eine gute Gelegenheit, die neuen Wasser einmal auszutesten.
Auf dem deutschen Markt ist seedyaa sicherlich noch Vorreiter, wenn auch nicht mehr mit einer komplett innovativen Idee (siehe Goodsmiths); es könnte aber auch in dieser Nische bald enger werden, besonders, da es kaum noch lohnt, neue Marktplätze in der Tradition von Etsy, DaWanda & Co. ins Leben zu rufen, die nichts revolutionär Neues mehr zu bieten hätten.
Gerade sind die Customization 500 ("An International Benchmark Study on Mass Customization and Personalization in Consumer E-Commerce") erschienen, eine internationale Vergleichsstudie, für die die Professoren Dominik Walcher und Frank Piller 500 Mass Customizing Unternehmen unter die Lupe genommen haben.
Dominik Walcher von der Fachhochschule Salzburg wird auf der Exceed-Konferenz am 22./23. März in Berlin die wichtigsten Ergebnisse vorstellen. Außerdem haben die spannendsten Startups aus dem MC- und Creative Commerce-Segment die Möglichkeit sich dem Publikum zu präsentieren.
Wir freuen uns auf möglichst viele Startups vor Ort. Bisher haben sich u.a. Artflakes, Personal Novel, Spreadshirt und Yourpainting angesagt.
Was wir vor allem suchen, sind - neben möglichst kreativen Ansätzen - Startup-Unternehmen, die es verstehen, die Möglichkeiten von personalisierten Angeboten mit einem spannenden Verkaufsmodell zu koppeln.
Figureprints dürfte mit seinen populären Xbox- und World-of-Warcraft-Figuren immer noch die webweit umsatzstärkste 3D-Druckerei sein, aber Shapeways ist die erste, die Zahlen veröffentlicht (via).
"2011 was a massive year at Shapeways. We saw a huge growth in the number of community members, models uploaded, products 3D printed, shops opened and income earned by Shapeways shop owners.
A quick scan of the numbers:
In 2011, Shapeways 3D printed over 750,000 individual products and delivered them to people around the world
Over 238,000 3D models were uploaded to Shapeways in 2011 by our community of over 100,000 members
Shapeways shop owners earned over $270,000 in revenue in 2011 alone, compared to $100,000 from our launch in 2008 through April 2011
Over 2,500 shops opened in 2011 alone
Check out our Prezi (i.e., infographic on steroids) of just a few of the cool things that happened in and around Shapeways in 2011."
Die Provisionsumsätze von 270.000 Dollar, die als Aufschlag auf den Shapeways-Preis ausgezahlt werden, täuschen etwas über das tatsächliche Umsatzvolumen hinweg.
Denn viele nutzen Shapeways offenbar für den Eigenbedarf: Bei 750.000 gedruckten Produkten dürfte Shapeways also - bei einem angenommenen Preispunkt von 30 Dollar - 2011 auf einen geschätzten Umsatz von mindestens 20 Mio. Dollar gekommen sein.
2011 war mit großen Finanzierungsrunden für Shapeways und Makerbot ein spannendes Jahr fürs 3D-Printing. Gleichzeitig beginnt sich der Markt bei den hochpreisigen 3D-Druckern zu konsolidieren.
Hierzulande bietet die Leipziger Reality Service GmbH eine Vielzahl von 3D-Druck-Anwendungen an. Unsere Lieblingsdruckerei bleibt jedoch Fluid Forms aus Österreich.
Ein wunderbares, neues Schlagwort für den E-Commerce der Zukunft kommt von Shapeways - Creative Commerce:
"It’s a shift from click and buy to customize and create. "We’ve been calling this “creative commerce”.
The seeds have been planted by companies like Kickstarter, Qwirky or Zazzle, which enable participatory design and demand-led production.
At Shapeways, we’re tackling this by building a marketplace for relevant, custom products, created on demand.
This is a radical departure from traditional e-commerce and its sexier variants in that people can actually take part in the creative process and help make the stuff in their lives."
"Creative Commerce" ist ein Themenbereich, dem wir auf der kommenden Exceed-Konferenz für neuen E-Commerce relativ breiten Raum geben wollen. Wer also an spannenden Ideen und Projekten im Spannungsfeld Mass Customization, Crowdsourcing und Open Innovation arbeitet, ist herzlich eingeladen.
Nach Gender Innovation und Couch Commerce ist Creative Commerce der dritte, neue Begriff in relativ kurzer Zeit, der die E-Commerce-Branche gedanklich wirklich voranbringen kann.
Neue Geschäftsmodelle entstehen nicht ohne querzudenken. Anil Dash demonstriert am Beispiel von 3D-Druckern, wo die Spielräume für spannende, neue Geschäftsmodelle liegen:
"Every 3D printer should seamlessly integrate a 3D scanner, even if it makes the device cost much more.
The reason is simple: If you set the expectation that every device can both input and output 3D objects, you provide the necessary fundamentals for network effects to take off amongst creators.
But no, these devices are not "3D fax machines". What you've actually made, when you have an internet-connected device that can both send and receive 3D-printed objects, is a teleporter."
An den Überlegungen erkennt man auch sehr gut, wie sich mit ein bisschen Hirnschmalz aus einfachen Produkten ausgefeilte Services und Plattformen machen lassen, ein Prinzip, das sich auch auf viele andere Produkte übertragen lässt.
Praktische Hinweise zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle finden sich u.a. in Business Model Generation ("Ein Handbuch für Visionäre, Spielveränderer und Herausforderer"), das sich bereits im zweiten Jahr unter den Top 5 Büchern des Jahres befindet.
Anfang des Jahres hatten die Macher von craft.ly verkündet, dass ein neuer Service sehr bald an den Start gehen würde. craft.ly startete als geschlossene beta und verstand sich als Group Buying Plattform für Handgemachtes. handmade2.0 hatte darüber im Februar 2011 berichtet.
Nun hat craft.ly nicht nur die geschlossene beta hinter sich gelassen, sondern auch gleich den Namen: craft.ly heisst nun Goodsmiths.
Aber auch am Verkaufskonzept wurde während der vergangenen Monate gefeilt; sollte craft.ly Anfang des Jahres noch Group Buying für Handgemachtes sein, um Kreativen so bessere und vor allen Dingen schnellere Geschäfte zu bescheren, soll Verkäufern auf Goodsmiths nun sowohl Einzelverkauf als auch Group Buying möglich gemacht werden.
Das Konzept will gänzlich auf Einstellgebühren, Shopmiete oder monatliche Mitgliederbeiträge verzichten und erhebt lediglich 5% Transaktionsgebühr auf jeden getätigten Verkauf. Als besonderes Incentive soll diese für alle Umsätze, die im kommenden Jahr erzielt werden, nochmals auf 2% gedrückt werden. Zahlungen werden über PayPal und Dwolla abgewickelt.
Aber auch Social Shopping wird auf dem neuen Marktplatz eine Rolle spielen: Neben einer Shoppräsenz soll Nutzern auch die Möglichkeit an die Hand gegeben werden, ihren Shop über einschlägige SocialMedia-Kanäle (Twitter, Facebook, Pinterest) sowie über einen hauseigenen Feed ("the Goodsmiths feed") zu bewerben.
Goodsmiths will im Januar 2012 offiziell starten, Vorabanmeldungen werden ab sofort entgegen genommen. Potentielle Verkäufer können sich so bereits ihren Shopnamen reservieren, loslegen können sie aber trotzdem erst, wenn der Startschuss gefallen ist.
Besonders interessant wird hier sicherlich sein zu beobachten, ob das Konzept "handmade trifft Group Buying" wirklich aufgehen kann.
Dieser Exciting Commerce Beitrag erscheint auch auf handmade2.0
Wer schnappt sich Spreadshirt? - Das ist die große Frage, seit im Sommer bekannt wurde, dass Spreadshirt zum Verkauf steht.
Erstmals geht Spreadshirt nun mit offiziellen Geschäftszahlen an die Öffentlichkeit - und bestätigt im Wesentlichen die Exciting Commerce Infos vom Juni. Spreadshirt sieht sich in absehbarer Zeit als 100 Mio.-Dollar-Company und schreibt in der Pressemeldung:
"Die Clothing-Commerce Plattform Spreadshirt ist zuversichtlich, 2011 einen Umsatz von über 40 Millionen Euro zu erzielen. In wenigen Jahren soll das Unternehmen einen Jahresumsatz von 100 Millionen Euro erzielen. Seit Anfang 2010 ist Spreadshirt profitabel und erzielte im vergangenen Jahr rund 31,8 Millionen Euro Umsatz."
In den USA führte das Inc. Magazine Spreadshirt 2010 erstmals unter den Inc. 5000. Der US-Umsatz lag 2010 bei 9,5 Mio. Dollar und ist eigenen Angaben zufolge im ersten Halbjahr 2011 um weitere 86% gestiegen.
Deshalb sondieren im Zuge des Cafepress-Börsengangs jetzt auch die Spreadshirt-Investoren ihre Exit-Optionen. Das bestätigte Spreadshirt-Chef Philip Rooke gegenüber Bloomberg:
"Spreadshirt’s Rooke said several buyers -- both private-equity firms and clothing companies -- have expressed interest in purchasing his business.
“We’ve had several interested parties that are currently in discussions with our shareholders,” Rooke said, without naming them. He also declined to provide details on the company’s finances, though he said Spreadshirt is profitable."
Hierzulande haben ihre Exit-Option zuletzt unter anderem Redcoon, Dress-for-less und Tradoria genutzt. Doch im E-Commerce sind gerade nicht nur Online-Händler, sondern auch die (Shop-)Systemhersteller auf Exit-/Wachstumskurs.
Wir sind gespannt, ob sich in Sachen Spreadshirt schon bis zur K5 Konferenz etwas tut. Denn dort sind sowohl Philip Rooke (zum Thema Plattformstrategie) als auch die Spreadshirt-Investoren von Accel-Partners im Programm vertreten.
Nach dem Redcoon-Deal und dem Dress-for-less-Deal gab es jenseits der vielen kleineren Übernahmen diese Woche die dritte große Übernahme im europäischen E-Commerce in diesem Jahr. Wie schon im Fall von Dress-for-less wurde sie zu einem Gutteil mit Wachstumskapital gestemmt.
Der als Photoways in Frankreich gestartete französisch-britische Fotodienst Photobox hat den britischen Grußkartendienst Moonpig für 130 Mio. Euro übernommen. Das gemeinsame Unternehmen kommt durch die Fusion auf einen Umsatz von gut 120 Mio. Euro. In der Pressemitteilung heißt es:
"Allein im vergangenen Jahr verkaufte Moonpig.com über 12 Millionen Grußkarten an rund drei Millionen Kunden und erreichte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 38 Millionen Britische Pfund (42 Millionen Euro).
PhotoBox hat für seine über 11 Millionen Mitglieder im Jahr 2010 täglich mehr als eine Million Foto-Abzüge gedruckt sowie europaweit mehr als eine Million Fotobücher verkauft. Der Umsatz im Jahr 2010 betrug 80 Millionen Euro.
Im Zuge der Akquisition von Moonpig.com hat PhotoBox eine Finanzierungsrunde in Höhe von 75 Millionen Britischen Pfund (83 Millionen Euro) erfolgreich abgeschlossen.
Neben den bereits bestehenden Investoren Highland Capital Partners, Index Ventures und Harbourvest kommen neu hinzu: Insight Ventures, Quilvest Ventures und Greenspring Associates."
Die bei einem Umsatz von 38 Mio. Pfund (42 Mio. Euro) zunächst erstaunliche Moonpig-Bewertung von 120 Mio. Pfund (ca. 130 Mio. Euro) erklärt sich durch die hohe Profitabilität:
"Jenkins, who founded Moonpig in 1999 amid the dotcom gold rush, has created one of the UK’s fastest growing businesses.
Three million customers bought 12m cards over the past year and sales for the year ending April 2010 were £31million, a 50 per cent increase on the previous year, bringing in pre-tax profits of £11.2million.
It’s a long way from the £95,000 turnover and million-pound loss of the internet operation’s first full year of trading. Jenkins, who now plays the role of chairman, wanted to establish an internet business that could sell products High Street retailers weren’t able to provide.
Repeat business has fired the company’s upward trajectory, says Jenkins. ‘You can persuade someone to buy something once, but if they come back a second time, that’s what matters,’ he adds."
"The deal value here is £120m and that amount is being funded in a number of different ways. The largest part is equity.
First, Moonpig founder Nick Jenkins and other Moonpig shareholders have rolled forward a portion of the shares they held in Moonpig in to our new, larger company. That’s important. As I’ve said, this really is much more of a merger than an acquisition as the two teams are staying with the business to drive it forward.
Secondly, we’ve raised new equity from some of the existing venture capital funds that have invested in Photobox, including Highland, Index Ventures and Harbourvest, as well as bringing new VC partners on board such as Insight Ventures, Quilvest Ventures and Greenspring Associates.
There is also an element of debt here, approximately £50m, which we have taken on with the support of Barclays Bank plc and RBS."
Auf der K5 Konferenz werden am 6./7. Oktober in München neben Spreadshirt, Shirtinator, Personalnovel, FineArtPrint und anderen Personalisierungsdiensten auch einige Online-Fotodienste wie PosterXXL, Myprinting oder Fotokasten vertreten sein.
Kleider, die auf der Stange schön aussehen, getragen dann aber ein Flop sind, weil es hier und da dann doch nicht so ganz passt - bei Stangenware nicht ausgeschlossen, denn wer hat schon Industrie"standard"maße? Und wer hat das Geld, sich die gesamte Obergarderobe auf den Leib schneidern zu lassen? Oder die Zeit (, Geduld und -wiederum- Geld), alles selber zu machen?
Hier kommt Mass Customization ins Spiel, quasi als Mittelweg zwischen Stangenware und Maßanfertigung, denn es erlaubt Kunden zum Beispiel, sich aus einem Fundus vorgegebener Module die ganz eigene, individuelle Garderobe anfertigen zu lassen. Customization fängt bei Businessmodellen wie das ganz individuelle Paar Sportschuhe designen an, aber die Möglichkeiten reichen viel weiter, ermöglichen noch viel mehr interessante Konzepte.
Um das Konzept "Mass Customization" speziell im Bereich der Textilindustrie bekannter zu machen, wurde nun ein toller Lehrfilm entwickelt, der umsonst bei Vimeo angesehen (und verbreitet) werden kann. Er ist auf Initiative von Frank Piller entstanden. Der Film begleitet und erläutert das Prinzip am eigens gestarteten Projekt SERVIVE, welches zum einen Aufklärungsarbeit leisten möchte, zum anderen ein praktisches Spielfeld zum Erkunden der Möglichkeiten von Mass Customization im Bereich Fashion bietet. Klar wird dabei auch, dass es sich hierbei schon längst nicht mehr nur um Zukunftsmusik handelt.
Gegen Ende des Films kommen Designstudenten zu Wort, die zum Beispiel meinen, dass Mass Customization auf jeden Fall kontrolliert werden sollte, denn es seien immer noch die Designer, die zum Beispiel die Mode vorgeben, und nicht die Kunden.
Die wirklich interessante Frage ist dabei aber, wie wird die Aufgabe des Designers in Zukunft definiert werden? Erinnert mich ein wenig an das Interview, welches Philippe Starck vor drei Jahren der Zeit gab.
Der Vollständigkeit halber darf eigentlich auch dieser Hinweis nicht fehlen: Deutschlands erste Konferenz speziell für diesen Sektor fand just Ende Mai in Berlin statt. Auf der CYO (Create Your Own) tauschten sich Spezialisten und Interessierte aus, es gab einen Tagesworkshop und eine Ausstellung.
Ebenfalls nett gemacht ist der Promofilm von Open Garments, der noch einmal einige Möglichkeiten aufzeigt (z.B. Mass Customization unter Einbindung von Social Media und eCommerce):
Dieser Beitrag von Anissa Stettner erschien ursprünglich bei handmade2.0
Trotz vergleichsweise enttäuschender Geschäftsentwicklung strebt Cafepress an die Börse. Speziell im Vergleich mit Shutterfly fällt auf, was Cafepress in den letzten Jahren an Potenzial verschenkt hat:
Im Unterschied zu Cafepress, das alles für alle sein will, wendet sich Shutterfly mit seinen Angeboten gezielt an Mütter zwischen 25 und 44 Jahren, für die, so Shutterfly (PDF), "Technik kein Selbstzweck" ist:
Shutterfly ist eines der immer noch wenigen guten Beispiele für anwendungsorientierten E-Commerce. Shutterfly schafft es, nicht nur die Technologie, sondern auch die Produkte in den Hintergrund rücken zu lassen, und stellt stattdessen die gemeinsamen Erlebnisse in den Vordergrund: "Life's a story. Tell yours in Pictures at Shutterfly".
2011 möchte das bereits börsennotierte Unternehmen von 308 Mio. Dollar (2010) auf mindestens 468 Mio. Dollar (+52%) wachsen. Schon heute ist Shutterfly auf Platz 66 einer der umsatzstärksten Online-Händler in den USA
Auch Cafepress, das Vorbild für Spreadshirt und viele andere Mass Customizing Angebote, hat nun seinen Börsengang angekündigt.
Im Börsenprospekt gibt es damit auch erstmals gute Einblicke in dieses E-Commerce-Segment/Geschäftsmodell.
Cafepress arbeitet profitabel und hat seinen Umsatz in den letzten 5 Jahren von 64 Mio. Dollar (2006) auf 128 Mio. Dollar (2010) verdoppelt:
"CafePress was founded in 1999, initially providing an e-commerce platform for individuals to offer their unique content on products with no upfront investment. We became profitable within two years after proving out the economics of small volume print-on-demand manufacturing with direct-to-consumer custom product pricing. As our content catalog grew, and we reached a critical mass of buyers and sellers, we added our retail marketplace in 2004.
In 2005, we raised venture capital to finance expansion of our production and fulfillment capabilities in response to increasing demand. We chose Louisville, Kentucky as the site for our flagship manufacturing plant to take advantage of logistical efficiencies, and this facility was completed in 2006. Building on increasing awareness of our brand, along with sales of politically oriented merchandise in connection with the U.S. general election, our net revenues increased to $120.4 million in 2008.
In 2009, our net revenues declined to $103.5 million as a result of macro-economic conditions in our primary markets that reduced discretionary spending by our customers coupled with the absence of election year sales. In mid-2009, we adopted a differentiated royalty and pricing structure, which positively impacted our gross margin. Driven by these margin improvements, our Adjusted EBITDA in 2009 increased by 46%, despite the 14% decline in net revenues.
In 2010, we aggressively focused on order and customer growth. This included increasing sales and marketing expenses to drive brand awareness and customer acquisition, as well as the acquisition of Canvas On Demand, LLC in September 2010. As a result of these investments, our net revenues grew by 24% in 2010 compared to 2009, and by 46% in the three months ended March 31, 2011 compared to the prior year period. Our relatively flat to declining Adjusted EBITDA during these periods reflect this investment in our growth.
Because we believe the market for print on demand customized and personalized products is at an early stage, we plan to continue to invest aggressively in customer acquisition to achieve revenue and market share growth for the foreseeable future. "
Die wesentlichen Kennzahlen hat Business Insider zusammengestellt
2008 hat Cafepress für 8,4 Mio. Dollar Imagekind von Holtzbrinck und anderen übernommen, weswegen auch Holtzbrinck heute eine kleine Beteiligung an Cafepress hält. Im September 2010 hat Cafepress außerdem für 10,1 Mio. Dollar Canvas On Demand übernommen. Inklusive der Canvas On Demand Umsätze wäre Cafepress 2010 auf einen Umsatz von 134 Mio. Dollar gekommen.
Cafepress ist nicht das erste Mass Customizing Unternehmen, das an die Börse geht. Dort sind bisher allerdings vor allem Anbieter digitaler Fotoprodukte notiert - wie Shutterfly in den USA oder CEWE Color hierzulande.
In den Internetretailer Top 500 ist Mass Customization seit Jahren ein prägendes Segment. Cafepress belegt dort aktuell Platz 122, knapp vor dem Erzrivalen Zazzle (134).
Auch hierzulande finden sich Dutzende von Mass Customizing Unternehmen unter den stärksten Online-Händlern. Auf der K5 Konferenz sind u.a. FineArtPrint, Personalnovel, Shirtinator, Spreadshirt und MyMüsli (tbc) vertreten. Aber auch Personello, PosterXXL, MyPhotobook, u.v.a.m. finden sich mit sieben- bis achtstelligen Umsätzen unter den deutschen Top 500.
"Overall, with Amazon included, Top 500 web-only merchants grew 30.6% to about $56.89 billion last year from $43.55 billion in 2009.
But even without Amazon, sales for the remaining web-only merchants grew year over year 19.5% to $22.7 billion from $19.0 billion.
A total of 68 retailers among 205 Top 500 web-only merchants also met or exceeded the growth rate of 18% for all Top 500 retailers, and 85 grew as fast or faster than the increase in U.S. e-commerce sales of 14.8%.
Instead of trying to outwrestle Amazon.com, other web-only retailers found success by concentrating on their niches, making acquisitions or diversifying."
Gewohnt stark ist das Mass Customizing Segment vertreten - von Vistaprint (Platz 36) und Shutterfly (Platz 66) über Cafepress (122) und Zazzle (134) bis zu MyMMs (490)
Auch in den USA sind die Shoppingclubs inzwischen in der ersten E-Commerce-Liga angekommen. Fünf Clubs werden inzwischen unter den Top 500 gelistet, Gilt Groupe und Ruelala erstmals unter den Top 100:
Gilt Groupe hat sich 2010 klar an die Spitze gesetzt und sprang mit 420 Mio. Dollar Umsatz von Platz 140 im letzten Jahr auf Platz 49, Ruelala steigt mit 235 Mio. Dollar von Platz 103 auf 82
Unter den Top 200 vertreten sind außerdem Hautelook (von 191 auf 156), inzwischen Teil von Nordstrom (34), und der kanadische Newcomer Beyond the Rack (neu auf 191)
Ideeli belegt Platz 310 in den Internet Retailer Top 500
Im Live Shopping zählt Woot! inzwischen zu Amazon und wird im Gegensatz zum Vorjahr nicht mehr separat aufgeführt. Stattdessen ist 1-Sale-A-Day nun aber auf Platz 161 vorgestoßen. Die Schmuckauktionen von Bidz finden sich auf Platz 150.
Auch Alice.com (467), Modcloth (403) und andere Newcomer haben es unter die Top 500 geschafft.
Der Markt ist auch in den USA gehörig in Bewegung geraten. Amazon hat 2009/10 neben Zappos und Woot! auch Diapers (72) übernommen. Erst kürzlich ging Drugstore (46) an Walgreen (73)
Schön auch zu sehen: In der Marktanalyse ("What the 2011 Top 500 reveals") des Internet Retailer Magazins findet sich inzwischen vieles von dem, was wir seit Jahren beschreiben.
Was bedeutet diese Entwicklungen für den deutschen Markt? Hierzulande treffen sich die 500 stärksten Online-Händler am 6./7. Oktober auf der K5 Konferenz zu einem ersten intensiven Erfahrungsaustausch in München. Ermäßigte Händlertickets gibt es vorab für 150 Euro (auf Anfrage).
Spreadshirt möchte in den kommenden drei Jahren von 35 Mio. auf 100 Mio. Euro wachsen. Das hat Frank Piller am Rande der Create Your Own Konferenz Anfang der Woche in Berlin in Erfahrung gebracht.
Im Interview mit Gründerszene hat der neue CEO Philip Rooke kürzlich schon erzählt, dass Spreadshirt im letzten Jahr um 15% gewachsen ist und die Profitabilität erreicht hat.
Im laufenden Geschäftsjahr liege das Wachstum bei knapp 25%. Und Spreadshirt will 2011 erstmals mehr als 2 Millionen T-Shirts verkaufen, die meisten davon in den USA:
"We are a Clothing Commerce Platform", erläutert Philip Rooke die Zukunft für Spreadshirt. Der indirekte Vertrieb über Partnerschaften soll weiter an Bedeutung gewinnen. So ist Spreadshirt neben Amazon und Ebay hierzulande das einzige E-Commerce-Unternehmen mit API-Strategie.
Auch Philip Rooke wird auf der K5 Konferenz sein und über die Plattform-Strategie sprechen, mit der Spreadshirt das Wachstum der kommenden Jahre vorantreiben will.
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