Für Shoedazzle hat es sich nicht ausgezahlt, sein Abomodell abzuschaffen. Das vormalige Vorzeige-Startup hat extrem turbulente Zeiten hinter sich ("Inside the spectacular implosion and resurrection of ShoeDazzle") und experimentiert jetzt mit einem VIP-Club für $9,99 im Monat und täglichen Neuheiten.
In den Grundzügen erinnert das Modell an Shoescribe, das von Yoox vor einem Jahr für das Premiumsegment entwickelt worden ist.
Allerdings scheint man auch bei Shoescribe noch zu justieren. So sind die ursprünglich anvisierten 129 Euro für die VIP-Mitgliedschaft heute nur noch mit viel Mühe zu finden.
Spannend an beiden Konzepten ist allerdings, wie sie versuchen, Schuhfans zu ködern und täglich aufs Neue Lust auf Schuhe zu machen.
Tollabox ("Die kreative Entdeckerbox"), das jüngste Startup von myToys-Gründer Oliver Beste und eines der Highlights der Exceed 2013 (siehe auch Exceed-Nachlese), will sich 300.000 Euro bei Seedmatch holen. Unklar ist allerdings noch, zu welcher Bewertung:
"Die Tollabox hat seit dem Start Ende September 2012 über 120.000 Euro
Nettoumsatz realisiert und im April 2013 über 2.500 Boxen verkauft.
Damit haben wir bewiesen, dass sich die Tollabox erfolgreich verkaufen
lässt.
Wenn wir in diesem Tempo weiter wachsen, werden wir 2013 deutlich
über 500.000 Euro Umsatz erzielen statt der noch zu Jahresanfang
geplanten 350.000 Euro.
Wir haben daher jetzt den bisherigen Plan 2013
an das Ist-Niveau der vergangenen Monate angepasst und das
Jahresumsatzziel auf 550.000 Euro erhöht."
Im Januar hatte Meine Spielzeugkiste, das ebenfalls auf Abos setzt, aber ein anderes Modell fährt, 100.000 Euro bei Companisto geholt (zu einer Bewertung von 1,2 Mio. Euro).
Auf den Crowdfunding-Plattformen sind gerade einige E-Commerce-Unternehmen auf Kapitalsuche:
Manche Ideen kommen glücklicherweise immer wieder in neuen Abwandlungen (bis es irgendwann klappt).
So ermöglicht Teespring - nicht zuletzt motiviert durch Kickstarter & Co. - T-Shirt-Kampagnen in Letsbuyit-Manier. Für Furore gesorgt hat Teespring unlängst beim Demo-Day von Y Combinator:
"Teespring is one of the hot Demo Day startups because it joined Y
Combinator when it was already earning serious revenue.
Since then it’s
been growing 46 percent per month and will do $750,000 in revenue in
April alone. Its founder Walker Williams claims Teespring will be bigger
than Threadless by the end of the year.
Teespring lets any group upload a clothing design, like a slogan, to put
on a t-shirt, and set up a page to sell it. They promote the page to
their group members, and when people click to purchase, Teespring prints
and delivers the clothing. Then it splits the profit with the group."
Am Wochenende gabs weitere Einblicke in einem Y Combinator-Porträt im NY Times Magazine ("Silicon Valley’s Start-Up Machine")
"In less than two weeks, Teespring raised $1.3 million. Their largest
investor was Sam Altman, at $500,000; Paul Buchheit contributed as well.
Williams and Stites-Clayton might have raised more, but because
Teespring’s profits were already so large, they didn’t want to dilute
their ownership unnecessarily.
They expected to surpass $1 million in
monthly revenue in April."
Mehr über Teespring und ein Interview mit den Gründern auch in einer Forbes-Story Anfang des Jahres ("Teespring: Is This Rhode Island Based Startup The Future Of Custom Apparel?").
Geschickt, wie hier Nachfrage für ein OnDemand-Modell generiert wird. Ein Prinzip, dass sich auch gut auf andere OnDemand-Produkte übertragen lässt.
"Wie sehe ich es nun knapp 12 Monate
später? Ich denke, dass unser Weg weiterhin der richtige für unser Team
war. Damals wussten wir nicht, wie groß der Markt ist, wie die Kunden
reagieren würden und was das Potential ist.
Jetzt – mit diesem Wissen –
wäre ich vielleicht eher an Team Europe oder anderen Company Buildern
ran getreten. Hätte gesagt: Hey! Großer Markt, cooles Team, klasse Idee – wollen wir zusammen was machen? Das wäre sicherlich eine Option gewesen. Jetzt ist es zu spät.
Ein Inkubator reizt mich bis heute
nicht. Wir sitzen derzeit bei FoundFair im Büro und zahlen dafür. Andere
Startups haben Shares abgegeben, bekommen dafür ebenso ein Büro und
unregelmäßige operative und strategische Hilfe.
Sicherlich gut für
Teams, die kein eigenes Netzwerk haben. Wir haben jedoch ein guten
Zugriff auf das Deutsche Internetnetzwerk (Investoren, Entwickler,
Experten) und müssen uns dies nicht noch “einkaufen”."
Einen Marktplatz ins Laufen zu bekommen, zählt sicherlich zum Schwierigsten, was man sich als Online-Gründer antun kann. Oder anders formuliert: Es braucht ein hohes Maß an Online-Kompetenz und Professionalität, um einen Marktplatz erfolgreich zu etablieren.
Im Rückblick spannend auch das Webschorle-Interview. Im letzten Sommer sprach Fabian Westerheide noch aus VC-Sicht über Geschäftsmodelle, Finanzierungs- und Bewertungsmodelle:
Am kommenden Mittwoch (24.4.) findet in Berlin unser nächstes Exceed-Meetup statt - um 20 Uhr im St. Oberholz (1. Stock).
Wer sich über neue Startups, neue Ideen und die Perspektiven für den Online-Handel austauschen will, ist herzlich willkommen. Von Exciting Commerce sind Marcel Weiß und Jochen Krisch vor Ort.
In Berlin ist diese Woche wieder viel geboten: Am 23./24.4 findet im Betahaus der ECOMMHACK statt - als erster großer E-Commerce API Hackathon. Parallel dazu gibts die Next Berlin zum Thema "Here Be Dragons", mit über 1.400 Anmeldungen.
Wie in der Exceed-Nachlese angedeutet, überlegen wir, wohin sich die Exceed entwickeln soll und ob nicht ergänzende Veranstaltungen (Summercamps, etc.) zu Spezialthemen Sinn machen. Wir sind daher offen für Anregungen jeglicher Art und freuen uns über den Austausch.
"Kodak and Blockbuster are in bankruptcy right now. Borders was a well known bookstore that could not cope with Amazon's new business model selling books online. And furthermore when Amazon came out with its Kindle ereader Borders was no place to be seen."
Wer sich für derlei Themen interessiert, dem sei auf jeden Fall auch Antifragile ("Anleitung für eine Welt, die wir nicht verstehen") empfohlen, eines der spannendsten und aufschlussreichsten Bücher der Saison (siehe Besprechung)
"Die
Verbraucher werden immer bequemer, darauf müssen wir reagieren." (Rewe-Chef Alain Caparros)
Wer hat im eFood-Segment das Zeug zum deutschen Tesco? Wenn es nach Pete Clifford geht, für uns weiter einer der Kundigsten auf diesem Gebiet, ist aktuell Rewe auf dem besten Weg. Er bestätigt damit unseren durchaus kühnen Tipp von 2010.
Entsprechend lohnt es sich, mal wieder einen Blick auf Rewe zu werfen ("Rewe Online gibt’s jetzt auch mit Suchfunktion"):
"Es ist ein Wunder passiert: Knapp zwei Jahre nach dem Start von Rewe Online finden Kunden, die auf der Rewe-Seite ihre Einkäufe (vor)bestellen wollen, jetzt tatsächlich die Lebensmittel, die sie haben wollen! Seit dieser Woche ist eine neue Suchfunktion aktiv."
Einen aktuellen Test hat Peer Schader im Supermarktblog ("Rewes Lebensmittel-Lieferdienst: Ist denn heut’ schon Weihnachten?"):
"Was den Komfort bei der Bestellung, die Preise im Vergleich zum Einkauf
im Markt und den Bezahlvorgang angeht, hat Rewe deutlich nachgearbeitet
und liegt weit vor Tengelmann."
Bei Rewe spüre man derzeit am ehesten, so Pete Clifford auf der Exceed 2013, dass sie bereit seien, die nicht unerheblichen Investitionen in die Infrastruktur (Lieferwägen mit mehreren Kammern, etc.) zu tätigen.
"Exceed Expectations" lautete das Motto beim siebten Treffen der jungen E-Commerce-Szene letzte Woche in Berlin. Gut 350 Teilnehmer(innen) tauschten sich aus, holten sich Anregungen und diskutierten mit E-Commerce-Unternehmern und Brancheninsidern über die aktuellen Marktverschiebungen und Wachstumssprünge sowie über Innovationspotenziale und die Fülle an Perspektiven für den Handel der Zukunft.
Zum Auftakt verdeutlichten Bea und Oliver Beste nicht nur per Manifest, wie sie Handel und Lernspaß kombinieren wollen und "Tolla" zur Marke für erlebnisorientierte Bildungsangebote weiterentwickeln wollen.
Übergreifende Schwerpunkte mit einer ganzen Reihe von Sessions waren die Themen "Exceed Her Expectations", Online-Handel aus Frauensicht ...
... sowie die Vielfalt an Online-Geschäftsmodellen, die die Handelsbranche umtreiben:
Neben Oliver Beste, der auch sehr plastisch von den MyToys-Erfahrungen berichtete, verdeutlichten vor allem auch Alexander Zacke von Auctionata und Gerald Heydenreich von Pippa & Jean, wie erfahrene Unternehmer vorgehen.
Doch - von Admineo bis Stagefisher - überzeugten diesmal auch viele junge Gründer mit ungewöhnlich guten Pitches.
Als E-Commerce-Technologie der Zukunft präsentierte Dirk Hörig das neue Commercetools Sphere erstmals der Öffentlichkeit:
Auch und gerade im E-Commerce neigt man oft dazu, den Wald vor lauter Bäumen zu übersehen. Zu den Highlights der Exceed 2013 zählte deshalb der Impulsvortrag von Alexander Graf:
Herzlichen Dank allen Beteiligten, vor allem auch an Jarg Temme, der parallel zur Konferenz die Exceed Accelerator Sessions für Startups und Gründer organisiert hat.
Besonderen Dank hier auch an Oliver Beste, Lars Jankowfsky, Moritz Keller und Nicolas Speeck, die sich in diesem Jahr als Mentoren und Coaches engagiert haben.
Wir freuen uns schon auf die nächsten Exceed Events - für alle, die E-Commerce neu, anders und weiterdenken wollen!
Im Interview mit der Wirtschaftswoche zieht Florian Heinemann, der Chef von Ottos Project A Ventures, eine erste Zwischenbilanz ("Samwer-Konkurrenz will mit Einzelhändlern kooperieren"):
„Es gab zwölf Investitionen, geplant war die Hälfte“, sagte
Project A-Chef Florian Heinemann der WirtschaftsWoche.
In diesem Jahr will Heinemann als „Digitalisierungshelfer“ mit traditionellen Händlern beim Internet-Geschäft zusammenarbeiten."
Project A orientiert sich in diesem Bereich also zunehmend an der Philosophie der European Media Holding ("Combining Old and New Economy"), mit der man (bzw. für die man) u.a. den Reifenversand Tirendo aufbaut, das Projekt, auf das man derzeit die größten Hoffnungen setzt (siehe auch Project A gewinnt Verlegerfamilie Jahr für Tirendo)
Über den Erwartungen liege Wine in Black, das im Dezember erstmals mehr als 500.000 Euro Umsatz erzielt habe und kürzlich Kapital aus Russland bekommen hat, unter den Erwartungen liege hingegen Kochzauber. Bei nu3 freut man sich gerade über ein Redesign.
Wir erwarten am 12./13.3. zur Exceed 2013 wieder weit über 300 Gäste in Berlin,
darunter von Baur und Bon Prix über CBR, Douglas, HSE24, Media Saturn und Tengelmann bis zu Weltbild und XXXLutz wieder jede Menge Vertreter auch
aus etablierten Handelshäusern.
Eines unserer Ziele ist es, bei der Exceed die Startupszene mit den New Business und
Corporate Innovation Bereichen des traditionellen Handels zu vernetzen.
Das ist uns in dieser Form 2012 erstmals so richtig gelungen und das
wollen wir in diesem Jahr weiter forcieren.
Angesagt haben sich außerdem erfolgreiche Onliner aus so gut wie allen Handelssegmenten - von Aponeo über Design3000, Frontlineshop, Keller Sports, MyMüsli, MyTheresa, MyToys, Personalnovel und Plus.de bis Notebooksbilliger.
Die Exceed 2013 öffnet am 12.3. um 12.45 Uhr ihre Pforten, abends findet dann ab 20 Uhr wieder die traditionelle Exceed-Party in der Kalkscheune statt.
Mit Holtzbrinck Ventures und Partech International sprechen wir am kommenden Dienstag über Finanzierungsmöglichkeiten und die Explosion bei den Geschäftsmodellen.
Kapital- und investorenseitig haben sich neben Holtzbrinck, Partech und Seedmatch außerdem angesagt: Acton Capital, e.ventures, Index Ventures, Team Europe, Tengelmann Ventures, Vorwerk Ventures, Wellington Partners und viele andere - von Business Angels bis Corparate Finance Beratungen.
Teilnehmerseitig dabei sind zudem noch diese Startups (Auswahl):
12Mnkys
Aponeo
Artflakes
AvenYou
Barzahlen
Bärensicher
Bellegs
Besser Essen
blue panther books
Brandnooz
Clear Canvas
CouchCommerce
Crealytics
Crowd Guru
Customerlytics
Daparto
DasWarLecker
DaWanda
ebrosia
Fashion.de
Fashionhub
fashion4home
FBI-Food-Body-Intelligence
Flaconi
Friendsurance
Frischeboten
Glossybox
Goodscloud
GroupeSales
Guidemate
Happy Kidz
Heimatprodukte
Keller Sports
Kisura
Kiveda
Klarna
kosMENtik
kwizzme
Ladenzeile
Lieferando
Limango
Mamibox
MaVido
Mirapodo
MisterSpex
Modomoto
mymuesli
mytheresa
notebooksbilliger.de
Ondango
Pauldirekt
Paymill
Personalnovel
Pink Box
Portelino
Products-Up
Purapur
RatePay
Ravenol
Red Simon
Reverse Retail
Shoepassion
Shopware
Sticky & Sweet
Stiefelwunder
SumoScout
Toroleo
UI Check
Userlike
Wellwide
Wunschfutter
Die Exceed 2013 findet am 12./13. März in der Kalkscheune Berlin statt. Einen Überblick über Programm und Teilnehmer gibt es hier. Anmeldungen sind weiter möglich.
Letzter Aufruf an alle Gründer, die an professionellem Feedback für ihre Startups und Geschäftsideen interessiert sind.
Wir haben noch zwei Plätze für die Exceed Accelerator Session am kommenden Dienstag und Mittwoch (12./13.3.) in Berlin zu vergeben.
Als Gründer habt Ihr dort die
Chance, euch direkt im kleinen Kreis mit erfahrenen Unternehmern und Brancheninsidern auszutauschen
und ein persönliches Mentoring zu genießen.
Als Mentoren dabei sind diesmal u.a. Oliver Beste
(Mit-Gründer myToys, Founderslink, Tollabox), Lars Jankowfsky (Mit-Gründer
swoodoo, CTO Yatego), Nicolas Speeck (Mit-Gründer brands4friends, GF
Ecommerce CBR) und weitere.
Wer kann mitmachen:
motivierte Gründer mit Lust auf einen spannenden
Erfahrungsaustausch
alle, die sich kurz vor der Gründung oder max.
3 Jahre nach der Gründung befinden
Wer dabei sein will, schickt bitte eine kurze Bewerbung an Jarg Temme (exceed@excitingcommerce.de). Er wird die Sessions auch wieder leiten wird.
In den Startups der Woche wollen wir auf neue und spannende Startups hinweisen
und zeigen, an welchen E-Commerce-Themen und Ideen Gründer/innen und Startups gerade arbeiten:
"Im Sommer 2011 saß ich während der Berlin Fashion Week mit Freunden
zusammen. Dabei kam die Diskussion nach spannenden
E-Commerce-Modellen auf.
Wir alle fanden Customization Online einen sehr
faszinierenden Markt. Uns fehlte etwas wirklich Spannendes im Bereich
Handtaschen. Kurze Zeit später habe ich mich entschieden, ein
Premiumlabel für personalisierte Handtaschen zu gründen.
“Oona” ist
übrigens ein irischer Vorname und bedeutet “die Einzigartige”."
Oona ist auch auf der Exceed 2013 am 12./13. März in Berlin ebenso vertreten wie
Pret-à-Louer
Pret-à-Louer ist im November gestartet als Online-Kleiderverleih der schickeren Art:
"Prêt-à-Louer ist ein Leihservice für High-Fashion, Accessoires und
Taschen. Prêt-à-Louer macht es Nutzerinnen möglich, für jedes Event neue
Kleider zu leihen oder komplette Looks zu mieten und sich so neu
auszuprobieren und inspirieren zu lassen."
"Chairish is the world’s first online consignment marketplace for
design-obsessed people to buy and sell their exceptional pre-owned home
furnishings."
Eine Idee, die man sich auch gut für den deutschen Markt vorstellen kann. Die Betreiber haben vorher Tripit gegründet.
Wir freuen uns auf viele weitere spannende E-Commerce-Ideen in der kommenden Woche auf der Exceed Expectations. Wer den Austausch sucht und an den Accelerator-Sessions teilnehmen will, kann sich noch schnell melden.
"Vielleicht kommt’s in dem Vortrag ein bisschen rüber: Dieses Thema macht
unglaublich Spaß!
Nicht nur, weil es enorm viele lustige Klischees
birgt, die sich sogar manchmal als wissenschaftlicher Fakt entpuppen.
Sondern auch, weil man regelmäßig Aha-Erlebnisse hat und nach und nach
ein bisschen mehr versteht, warum die Welt so ist, wie sie ist. Im
positiven und im negativen Sinne … und man erkennt, wie man so einiges
vielleicht ein bisschen besser machen kann."
Das Angenehme ist auch hier, dass keine Patentrezepte vermittelt werden, aber ein sehr guter Eindruck davon, wie sich zum Beispiel alleine die Wahrnehmung von Frauen unterscheidet.
Und natürlich die Grundbotschaft: Von ansprechenden Shoppingseiten für Frauen können alle profitieren.
Das Thema "Gender Innovation" beschäftigt uns deshalb auch auf der Exceed 2013 am 12./13. März in Berlin. Und wir freuen uns auf einen spannenden Austausch mit Silke Berz, den Referentinnen, Gründerinnen und allen anderen Teilnehmerinnen.
Im Unterschied zur K5 Konferenz für die Marktgewinner im (Online-)Handel ist die Exceed Konferenz für neue Marktentwicklungen traditionell eine Mischung aus Ideenbörse, Innovationsforum und Sprungbrett für Neues und Spannendes im E-Commerce.
Programmschwerpunkte sind in diesem Jahr u.a. die ungehobenen Potenziale bei den weiblichen Zielgruppen, hier können wir gut an die Exceed 2012 anknüpfen, die Explosion bei den Geschäftsmodellen als spannendste Entwicklung im Markt - und die Frage nach der Zukunft der Shoppingsysteme: Wie disruptiv ist zum Beispiel der neue Plattform-Ansatz von Commercetools? Und was muss E-Commerce-Technologie künftig leisten, wenn sie im Online-Markt punkten will?
Wie immer haben wir viele Gesprächsformate (Experten-Interviews, Q&A-Sessions, Panels, etc.), ergänzt um Impulsvorträge mit zusätzlichen Denkanstößen, diesmal u.a. zum Thema SheCommerce - Wie wollen Frauen shoppen? sowie zu den E-Commerce-Learnings der letzten 15 Jahre (und was sich daraus für die Zukunft ableiten lässt).
Den eFood-Markt beleuchten wir mit Pete Clifford. Er hat bei Tesco in England und Südkorea und bei Kaisers Tengelmann hierzulande Erfahrungen sammeln können und betreibt jetzt von Berlin aus die Internationalisierung des Fooddienstes Linas Matkasse ("Unsere Schlemmertüte").
Mit Oliver Beste spannen wir den Bogen von der myToys-Gründung 1999 bis zum Start von Tollabox
Wir haben diesmal viele Mode-Startups im Programm, sprechen über die Möglichkeiten im 3D-Druck, über die Finanzierungsmöglichkeiten für E-Commerce-Startups mit Holtzbrinck Ventures, Partech International und Seedmatch.
Zudem erzählen erfahrene Branchenkenner wie Gerald Heydenreich (u.a.
BuyVIP) oder Alexander Zacke (einer der frühen Powerseller bei Ebay) über
ihre jüngsten Startup-Erfahrungen mit Pippa & Jean und Auctionata.
Wir freuen uns wieder auf anderthalb spannende E-Commerce-Tage in Berlin. Wir beginnen am Dienstag, den 12. März, mittags gegen 13 Uhr, feiern und networken abends ab 18 bzw. 20 Uhr in der Kalkscheune und enden am 13. März gegen 17 Uhr. Anmeldungen für die Exceed 2013 sind weiter möglich.
"Der stille Protest der Frauen - oder: wie lange soll/kann E-Commerce noch ein Männersport bleiben?"
Das habe ich für 2013 einfach mal in die Mega-Trendsetter-Runde von t3n geworfen, wo sich naturgemäß in diesem Jahr keine Online-Trendsetterinnen gefunden haben. Ähnlich im übrigen beim bvh. Da sind auch die Jungs die großen Bescheidwisser.
Eine wirkliche Überraschung ist es also nicht, wenn Frauenwünsche nicht im Trend liegen und ihr Umsatzanteil im E-Commerce fällt und fällt, während die Männer online in einen wahren Shoppingrausch verfallen: Nach den Umsatzschüben der vergangenen Jahre waren auch 2012 wieder 62% der Zuwächse männergetrieben:
Die meisten E-Commerce-Seiten sind frauenuntauglich, nicht im Usability-Sinne natürlich, Frauen kommen schließlich mit Amazon, Zalando & Co. super zurecht (und wer öffentlich anderes behaupten würde, würde für einen Schrei der Entrüstung sorgen), sondern im Umsatzsinne: Denn wer das stark wachsende Segment der Wiederbesteller(innen) ansprechen will, kommt damit nicht weit und kann das Versagen der Shopseiten allenfalls mit einem E-Mail-Marketing-Bombardement wieder etwas wettmachen.
In unregelmäßigen Abständen wollen wir hören, was Frauen zu diesem Thema meinen. Den Anfang macht Annemarie Hache. Sie hat sich im netresearch-Blog Gedanken gemacht, was sie sich von gutem E-Commerce erwarten würde:
"Im Folgenden möchte ich einen Einblick geben, welche Funktionen ich beim
Online-Shopping im Fashionbereich schätze und was ich aktuell noch
vermisse:
Die Benachrichtigungs-Funktion: „Schreiben Sie mir, wenn meine Größe
verfügbar ist“ (z.B. Zalando) sollte es meiner Meinung nach in jedem
guten Shop geben.
Man sollte mindestens auf einem Bild erkennen, wie der Artikel getragen
aussieht. Was nützen mir sieben Fotos von einem Schuh von allen Seiten
(z.B. mirapodo), wenn ich nicht sehen kann wie er am Fuß aussieht? Görtz
verschafft hier mit wenigen Bildern einen deutlich besseren Eindruck.
Beim „Offline-Shopping“ entdeckt man als Frau meistens Produkte die sich
perfekt in den Kleiderschrank einfügen, nach denen man online aber
vielleicht nicht gesucht hätte.
Als Esprit Stammkunde würde ich mir zum Beispiel Empfehlungen auf Basis
meiner bereits erworbenen Produkte wünschen, um neue Outfits zu
generieren.
Ich selbst hole mir inzwischen bei Stylefruits die Inspiration bzw. Shopping-Ideen, die ich bei den Online-Shops nicht finde."
Wir empfehlen den ganzen Text der Mission Female Commerce ("Wie wollen Frauen online shoppen?").
Auf der Exceed 2013 am 12./13. März in Berlin ist Annemarie Hache genauso vertreten wie Diana Versteege ("SheCommerce: Frauen shoppen anders") und Silke Berz ("Neue E-Commerce-Konzepte braucht die Frau"). Wir wollen dort die Diskussion weiterführen, die wir 2012 begonnen haben. Wer also den Austausch sucht zu diesen und anderen Themen, ist weiter herzlich willkommen.
PS: Beiträge zu Frauenthemen zählen traditionell zu den zugriffschwächsten Beiträgen bei Exciting Commerce. Deshalb diesen oder andere Beiträge gerne mal weiterempfehlen und für Öffentlichkeit sorgen! ;-)
Um innovative E-Commerce-Gründungen aktiv voranzutreiben, haben wir auf der Exceed 2012 das eTigers Programm ins Leben gerufen. Dabei haben wir festgestellt, dass es einen großen Bedarf von Gründern gibt, sich gezielt mit erfahrenen Unternehmern auszutauschen, um von deren Erfahrungen und Einschätzungen zu lernen und somit schneller wachsen zu können.
Wir wollen daher diesen Ball aufnehmen und im Feldversuch zur Exceed 2013 am 12./13. März in Berlin ein zweitägiges Accelerator Programm starten. Hierbei steht der vertrauliche Austausch mit sehr erfahrenen Unternehmern im Mittelpunkt. Ziel ist es, Startups und Gründern im Rahmen von „Kamingesprächen“ die Chance zu geben, im kleinen Kreis erfahrene Unternehmer um Feedback und Erfahrungen zu fragen.
Für wen ist das Programm?
Startups, die nicht älter als 2 Jahre sind
Gründer, die zeitnah ein Unternehmen gründen wollen
Ablauf?
Intensive Kennlernrunde der Gründer und erster Austausch am 12.3. ab 10.30 Uhr
4-5 Interviews/Gespräche mit erfahrenen Unternehmern wie Oliver Beste (Founderslink, Gründer myToys und Tollabox) oder Lars Jankowsky (Gründer swoodoo und aktuell CTO bei yatego)
Warum?
Ihr baut Kontakte zu führenden Unternehmern in Deutschland auf und tauscht Euch mit anderen Jungunternehmern aus
Ihr tauscht Euch mit Gleichgesinnten aus, um effektiv Euren Umsatz zu steigern.
Ihr profitiert vom Coaching auf Augenhöhe durch erfahrene Unternehmer
Anmeldung
Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 10 Personen begrenzt. Über Kurzbewerbungen freut sich Jarg Temme (exceed@excitingcommerce.de), der die Sessions auch wieder leiten wird. Anmeldeschluss ist der 28.2.2013. Für die Teilnahme ist ein Gründerticket notwendig.
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