Wenn man die Entwicklungen in England, in der Schweiz und in den anderen Nachbarländern verfolgt, dann dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch hierzulande der Online-Verkauf von Lebensmitteln eine Renaissance erlebt.
Heute hat sogar die sonst eher zurückhaltende Otto-Gruppe diesbezügliche Ambitionen angemeldet:
"Hans-Otto Schrader, Vorstandschef der Versandhandelsgruppe Otto, sucht derzeit nach einem "leistungsstarken, national aufgestellten Partner aus dem Lebensmittel-Einzelhandel". Der britische Handelskonzern Tesco dient dabei als ein Vorbild.
"Tesco macht ein großartiges Geschäft. Mit dem richtigen Konzept geht das auch in Deutschland. Wir glauben an den Markt", so Schrader im Exklusiv-Interview mit der Lebensmittel Zeitung."
Nun wird zwar niemand glauben, dass ausgerechnet ein branchenfremdes Unternehmen wie Otto in diesem mehr als schwierigen Markt-Segment ernsthafte Chancen hätte. Schließlich sind es auch andernorts vor allem die Lebensmittel-Händler selber, die das Online-Geschäft vorantreiben.
Es wirft aber doch die Frage auf: Welche Supermarktkette hierzulande wäre denn prädestiniert, in die Fußstapfen von Tesco und Migros zu treten?
Nachdem sich der stationäre Markt in den letzten Jahren etwas bereinigt und neu strukturiert hat, zählen zu den drei heißesten Kandidaten, die bundesweit mit einem Vollsortiment vertreten sind, sicherlich Edeka (incl. Netto), Rewe (incl. Penny) und Tengelmann.
Speziell die Rewe Gruppe und die Tengelmann Gruppe haben in letzter Zeit das Internet neu für sich entdeckt. Und alle drei testen entsprechende Online-Angebote:
- Edeka betreibt im Südwesten Edeka24.
- Tengelmann bietet seinen Kunden in München und Berlin einen Heimservice an.
- Rewe testet in Köln Rewe-Express als E-Commerce-DriveIn-Ansatz.
Der aktuelle Rewe-Testshop mag zwar für den Lebensmittelkauf nicht gerade optimal sein, entsprechend wenig Rückschlüsse dürften die Testergebnisse zulassen.
Tendenziell wäre aber Rewe nach der strategischen Neuausrichtung am ehesten prädestiniert, den Online-Einkauf zu forcieren und entweder ein Angebot wie Tesco.com oder wohl besser noch eine eigenständige Online-Marke wie LeShop, den Lebensmittelshop von Migros, zu etablieren.
Rewe hat ein hochwertiges Sortiment, genügend Eigenmarken, legt Wert auf Frische und Convenience und hat mit Temma gerade noch ein weiteres Format im Test, das auch einem Online-Publikum gut gefallen könnte.
Wenn man sieht, wie experimentierfreudig sich die Rewe-Gruppe derzeit präsentiert, dann sind entsprechende Online-Ambitionen sicherlich nicht zu weit hergeholt.
Andere Meinungen dazu?
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Aber für bildende Künstler wird das Online-Geschäft auch auf IMAGEKIND immer härter.
Nicht nur der "interne" Wettbewerb gegen billige Poster von van Gogh & Co. macht einem zu schaffen, sondern auch die nunmehr deutlich zu spürende Verlagerung des Geschäftes bei IMAGEKIND in Richtung "Do-it-yourself-Wandschmuck" kollidiert mit den Interessen von bildenden Künstlern.
Die jüngste Ko-operation mit Snapfish ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Zwar wird der Bildbestand der angeblich 40 Millionen Privatschnappschüsse auf Snapfish nicht für den IMAGEKIND-Bestand geöffnet, wie dies bei FLickR der Fall war, aber die Zielrichtung wird deutlich."