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Folgende Weblogs beziehen sich auf Wie Media Saturn den Online-Elektronikmarkt aufmischt:

Kommentare

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Wie immer viel Blabla, aber was soll uns dieser Artikel jetzt sagen? Ist es richtig oder falsch? Und so wie hier früher immer auf MM und Saturn rumgehackt wurde, ist es sowieso egal, was sie machen. Irgendwie schlecht ist es immer.

Das hier wundert mich nun auch ein wenig.

So wie ich die Einträge hier in den letzten Jahren verstanden habe, ist es doch nur eine Frage der Zeit, bis der "Dinosaurier" MSH vom Markt verschwindet.
Keine Strategie, schlechter Shop, zu spät und vor allem: Multi-Channel (40% Abholung bei Media-Markt und Saturn ist doch ziemlich eindeutig Multi-Channel). Und Multi-Channel, auch das habe ich gelernt aus der Lektüre hier, ist absoluter Schwachsinn. Zum Scheitern verurteilt, von Anfang an.

Nun frage ich mich, was plötzlich anders geworden ist, denn der Text hier hat ja doch einen positiven Unterton!?
Dass MSH Geld in Werbung investieren kann? Nun, das ist in der Unternehmensstrategie nicht wirklich neu, nur wurde es bislang nicht so konsequent für den Online-Kanal gemacht, aber den hat man ja auch noch nicht so lang? Dass der zweitgrösste Player in der Branche weltweit recht viel Geld investieren kann, ob in Werbung oder in Akquisitionen, war auch klar.

Also: Was ist denn nun neu?

@Dirk: "Nun frage ich mich, was plötzlich anders geworden ist, denn der Text hier hat ja doch einen positiven Unterton!?"
.
Die normative Kraft des Faktischen lässt praktisch nichts anderes zu.
.
Man sollte nicht vergessen, dass Metro MILLIARDEN verdient hat (!) und nicht nur wie die Startup-Bubis hunderte Mio. VC AUSGEGEBEN hat.
Das Rennen ist noch lange nicht entschieden.

"Die normative Kraft des Faktischen..." gefällt mir. Dann bin ich aber mal gespannt, ob dies bei den Kommentatoren auch mit einem selbstkritischen Rückblick auf die eigenen Prognosen verbunden wird...

Ich wundere mich ein bisschen über die verwunderten Kommentare.

Die Aussage war immer: Sollte Media Saturn nicht vom Innovationsvirus gepackt werden und als Online-Spätzünder überhaupt eine Chance haben, dann wird es in jedem Fall sehr kostspielig (siehe zum Beispiel http://www.excitingcommerce.de/2011/03/media-saturn-pauldirekt.html ).

Media Saturn hat jetzt das denkbar kostspieligste aller Szenarien gewählt (teure Übernahmen + hohe Marketingaufwendungen). Nichts anderes beschreibt der Beitrag.

Ob das nun gut ist oder schlecht, ob es aus Verzweiflung geschieht oder aus strategischer Weitsicht, ob man so auf lange Sicht Geld verdienen kann oder nicht, kann sich ja jeder selber ausrechnen.

Den Online-Markt macht es zumindest spannend.

@Helmut, Dirk & Eric: Was genau hat sich denn aus eurer Sicht nun an den Erfolgsaussichten von Mediamarkt geändert. Nun haben sie einen defizitären stationären Kanal und eine sehr fragliche und defizitäre Online Strategie. Tolle Multichannel Variante. Marktanteile kaufen kann jeder mit genug Geld. MSH war DAS stationäre Geschäftsmodell im Elektronikmarkt in den 80er und 90er Jahren. Aber aktuell haben sie Amazon & Co. nichts, aber auch gar nichts entgegenzusetzen. Und der gekaufte Online Umsatz der letzten 12 Monate ändert daran nichts.

Sehe ich genauso. Die "Start-up Bubis" verbrennen VC, MediaSaturn verbrennt das Firmenvermögen. Wo ist der Unterschied?

Ggf. hat MediaSaturn den längeren Atem, was das Geld angeht, ein profitables Geschäft wird daraus aber noch lange nicht.

@CF: ich sehe da schon einen Unterschied.

Ich denke dass Multi/Cross Channel bei den Kunden schon gut angenommen wird. Und Media Markt braucht sich keine Gedanken über einen "Showroom" für seine Ware zu machen - davon gibt es jede Menge.
(Dagegen sind die 1-2 Läden von Cyberport / Notebooksbilliger und Co nicht erwähnenswert.)

Die wirklich große Herausforderung liegt meines Erachtens in den Prozessen. Bei allen Multichannel Firmen mit denen ich zu tun hatte, krank es an der übergreifenden Denke. Insbesondere die technischen Voraussetzungen für ein "Traditions-Unternehmen" wie Media Markt, Otto etc. sind meistens nicht gegeben. Eine Flexibilität wie die der Start Ups ist illusorisch.

Also wenn es jetzt die Dinos schaffen hier die Kurve zu kriegen (dafür reicht aber wohl kaum nur die Frontend-seitige Erneuerung), dann haben sie mit der komfortablen finanziellen Ausstattung und der guten Marke eine Chance. Aber nicht wenn Dir zwischendurch die Artikelnummern ausgehen ;-)

@Markus: Davon, dass die Sache bei Kunden "gut angenommen wird", wird sie ja nicht profitabler. Multichannel ist auf jeden Fall erst mal teurer und bei Produkten, wo die Margen eh schon im Eimer sind, ist das wenig hilfreich. Plus Du schreibst selber, dass es die etablierten Händler noch schwerer (teurer) haben, Multichannel zu machen, als die neuen Online, die auch Showrooming machen, weil die ihre Prozesse i.d.R. im Griff haben.

Wieviele Filialen wird Media Saturn in fünf bis zehn Jahren haben? - Warum sollte es Media Saturn so wesentlich anders ergehen als BestBuy in den USA oder dem Handel in England:

"Over the past six months some of Britain's biggest retailers, including Game, Habitat, Jessops and HMV, have closed their doors" http://www.independent.co.uk/news/uk/this-britain/shopping-its-all-in-the-gender-8547059.html

Was wird wohl passieren, wenn die Wirtschaftskrise auch den deutschen Handel so richtig erfasst?

Und wer steht dann besser da - ein Multi-Channel-Händler wie Media Saturn oder ein Online-Händler wie Amazon oder Redcoon?

Lesenswert sind dazu auch die entsprechenden Passagen in der aktuellen Immobilienstudie der Credit Suisse https://infocus.credit-suisse.com/data/_product_documents/_shop/385986/cs_immobilienstudie_2013_de.pdf (für den Schweizer Markt).

Wenn es um die Profitabilität geht dann sieht das beim Online-Pure-Player sicher besser aus, wenn er die kritische Größe erreicht.

Aber eine Transformation der alten Dinos in einen Online-Pure-Player ist ein schwieriger Weg. Gut gemachter Crosschannel kann zumindest die Kunden binden und auch profitabel sein (wenn auch nicht so profitabel wie online only).

Und ja, die großen Händler werden Federn lassen und Läden schliessen müssen. Aber es ist schon ein klasse Einkaufserlebnis wenn die Mitarbeiter in den Filialen Online-geschult sind und dem Kunden Ware aus dem Online-Lager besorgen und nach Hause schicken lassen etc.

Sagen wir es so: ich würde den größten Erfolg einem schlanken Crosschannel Unternehmen einräumen, dass mit einer straken Marke in jeder Shopping-Laune präsent ist. Im Moment sehe ich dieses Modell aber noch nicht am Markt.

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