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Kommentare

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Irgendwie fehlt mir bei den ganzen neuen Parfümerie-Shops der USP. Man nehme ein Magento, lade das Standard-Parfümerie Theme, spiele die Produktdaten rein und geh zu Pro7. So einfach ist es natürlich nicht, aber es sieht bei allen so aus, weil's so gleich aussieht.

Ja, so einfach ist das mit dem E-Commerce :-)

Aber mal ehrlich, manchmal fühlt man sich wieder ins Jahr 2000 rückversetzt. Alles wird x-fach kopiert und versenkt grosse VC-Summen. Bloss der Börsenhype fehlt noch, aber der wird wohl erst mal ausbleiben. Kaum einer der Investoren, der jetzt noch in so ein "me-too" Modell investiert, wird sein Geld auf absehbare Zeit wiedersehen. Aber schön, dass man als Kunde so ne Auswahl hat, da kauft man dann immer da, wo's die besten Gutschein-Codes für Neukunden gibt :-)

Das "Problem" ist nur, dass die Erfolgwahrscheinlichkeit für solche Strategien größer ist als für Innovationsstrategien. Mal abgesehen davon, dass es für letzteres oftmals noch am nötigen "Netzverständnis" fehlt. Würde mir natürlich auch wünschen, wenn wir schön langsam wieder in den Innovationsmodus umschalten könnten. Es wäre in der Tat Zeit für ein paar zeitgemäßere E-Commerce-Modelle, mit denen sich auch langfristig Geld verdienen lässt. Hoffen wir auf 2013 :-)

Jetzt würde mich dann mal interessieren, was "zeitgemäßere E-Commerce-Modelle" sind :-)
Bisher funktioniert (zumindest in DE) das klassische E-Commerce am besten. Alles andere (Abo, Curated-Shopping, Social-Shopping) waren bisher nur heisse Luft, mit der sehr viel VC verbrannt wurde. Letztenendes entscheiden immer noch die Kunden, was funktioniert und was nicht.
Also, immer her mit den Ideen, auf dass ich sie umsetzen kann.

stimmt, und deshalb ist zeitgemäß alles, was die Massen begeistern/bewegen kann - oder um mit einem Zitat zu antworten (http://jeff.a16z.com/2012/11/15/e-commerce-2-0/ ):

"We often refer to the early development of e-commerce as either “e-commerce 1.0” or “e-commerce for nerds”.

The typical shopping experience at both is that the user enters a keyword phrase into the search box, and the company tells you what they have that matches your query. This era ended up being dominated by two on-line behemoths, Amazon and eBay.

At a16z, we’ve been delighted of late to see a surge in e-commerce innovation that we refer to alternatively as “e-commerce 2.0” or “e-commerce for everyone else”. Talented entrepreneurs are trailblazing entirely new approaches to e-commerce, and many of these companies are being rewarded with explosive growth. Some examples:

Direct Sourcing

E-commerce 1.0 consisted almost exclusively of retailers that distributed other companies’ goods. These days, more and more e-commerce companies are designing and sourcing their own goods. Often they are collapsing inefficient legacy supply chains by cutting out multiple intermediate layers."

mehr http://jeff.a16z.com/2012/11/15/e-commerce-2-0/

Der Denkfehler ist ja, dass auch "der klassische E-Commerce" nur für ganz wenige funktioniert.

Das stimmt. Wenn man sieht, mit welchen haarstäubenden Ineffizienzen man sich heute noch im B2B Geschäft herumschlägt, bietet allein das noch unendliche Chancen. Stimmt schon, am Ende entscheidet nicht das aufregendste Konzept sondern die finanzielle Performance und wenn ich ne stationäre Parfümerie und etwas Kapital hätte, würde ich es genauso machen wie Flaconi, Point-Rouge, Ludwig Beck etc.

Haarsträubende Ineffizienzen im B2B Geschäft? Was denn zum Beispiel?

von gefaxten Bestellungen bis zur Sortimentsverwaltung in Excel ist im Handel noch alles geboten. Speziell das Sourcing ist bei der Masse der Händler noch eher Kunst als Wissenschaft. Und von der Zusammenarbeit mit seinen kleinen, aber feinen Lieferanten kann so ziemlich jeder Händler ein Lied singen.

Danke Jochen, Du fasst es richtig zusammen. Dazu kommt noch sowas wie Kundenservice (vom 20.12. bis 7.1. arbeiten wir nicht und sind auch telefonisch nicht zu erreichen..)

Beim Stichwort B2B hätte ich auch ein paar Bonmots beizusteuern. Gern genommene Klassiker sind dabei die Aussagen "Wir brauchen kein Internet, uns geht es gut" oder "E-Commerce funktioniert nur im B2C".

So unterschiedlich kann die Sicht sein. In dem Segment, in dem ich mich momentan bewege, ist B2B das Kerngeschäft und B2C wird eher kritisch betrachtet.

Begründung z.B.: Rückgaberecht/Retouren, niedrige Bestellwerte, Zahlungsmoral, Beratungsaufwand...

@Tom Keine Frage, es gibt sehr gute B2B Leuchttürme, wo alles passt und Milliarden sehr effizient umgesetzt werden. Der grösste Teil der Branche operiert aber leider noch mit Excel-Listen, PDFs, Telefon/Fax
und viieeel gutem Willen.

Klar gibt es die hochprofessionellen B2B-Versender. Aber die Mehrheit ist doch immer noch eher in den Neunziger Jahren Zuhause.

Die gute Nachricht ist jedoch - vielen davon ist mittlerweile bewusst, dass sie etwas machen müssen. Sie wissen nur (noch) nicht wie.

Um noch etwas weiter abzuschweifen: Gibt es eigentlich gute, auf B2B-Handel spezialisierte Veranstaltungen? Ich höre von B2Blern nur immer, dass ihre Themen auf B2C-Kongressen zu kurz kommen.

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