Ob Media Saturn bei Redcoon ("Media-Saturn hat 125 Mio. Euro für Redcoon bezahlt") oder EP ElectronicPartner bei Notebooksbilliger - im Handel mit Unterhaltungselektronik beginnen nun langsam auch die großen Player ihre Claims im Online-Markt abzustecken.
Einer der spektakulärsten Deals war in diesem Jahr der Einstieg der Migros-Gruppe beim Schweizer Elektronikhändler Digitec, der am Freitag erstmals auch Umsatzzahlen bekanntgab (laut Pressemeldung/PDF):
"500 Millionen Schweizer Franken Umsatz - bereits vor Weihnachten.
Mit einem Wachstum im zweistelligen Prozentbereich hat der Umsatz des laufenden Jahres soeben die 500 Millionen Grenze überschritten.
Digitec macht den Hauptteil des Geschäftes mit Privatkunden, positioniert sich aber auch immer stärker im Firmenkundenumfeld.
Auch sonst steht das Jahr 2012 im Zeichen des Wachstums: Den Kundenstamm konnte das Unternehmen auf fast ein Million erweitern.
Im Jahr 2001 gegründet, beschäftigt digitec nach anhaltend schnellem Wachstum heute knapp 400 Mitarbeiter und gehört zu den grössten Schweizer Händlern der Sparte."
Am Umsatzniveau, das ein Digitec in der Schweiz erreichen kann, sieht man natürlich auch, was die deutschen Online-Elektronikversender hierzulande noch liegen lassen.
Denn auch die stärksten, deutschen Elektronikversender machen - mit um die 500 Mio. Euro - hierzulande nur unwesentlich mehr Umsatz als die Schweizer (wobei jedoch der kriselnde Euro im Vergleich zum Schweizer Franken momentan extrem niedrig bewertet ist).
Frühere Beiträge zum Thema:



"Am Umsatzniveau, das ein Digitec in der Schweiz erreichen kann, sieht man natürlich auch, was die deutschen Online-Elektronikversender hierzulande noch liegen lassen."
Oder liegt das einfach daran das sich in den letzten
5-10 Jahren bei uns einfach zahlreiche "Digitecs" dahin entwickelt haben?
Cyberport, Redcoon, Notebooksbilliger, GetGoods, Conrad,....
Kommentiert von: Stephan | 16. Dezember 12 um 18:31 Uhr
Sicher auch, aber die Frage wäre dann, warum in der Schweiz das "Winner takes it all" Prinzip greift? Liegt es an der Marktgröße, dass einfach nicht so viele starten? Oder an anderen Eigenheiten des Schweizer Marktes?
Neben Digitec gibt es in der Schweiz ja immerhin noch Brack Electronics, die aber, auf deutsche Marktverhältnisse, hochgerechnet ebenfalls vergleichsweise groß sind.
Kommentiert von: Jochen (Exciting Commerce) | 16. Dezember 12 um 21:58 Uhr
"Am Umsatzniveau, das ein Digitec in der Schweiz erreichen kann, sieht man natürlich auch, was die deutschen Online-Elektronikversender hierzulande noch liegen lassen."
Diese Aussage halte ich für Unfug. Digitec und auch Brack operieren in einem geschützten Biotop. Sie haben nicht mit einem aus dem Inland operierenden Wettbewerber Amazon zu kämpfen.
Welche Umsätze würden wohl Cyberport, Redcoon, Notebooksbilliger, GetGoods, Conrad etc. einfahren, wenn es kein Amazon.de gäbe?
Kommentiert von: Christian Rothe | 17. Dezember 12 um 14:07 Uhr
Dann lasst doch mal einen echten Schweizer ran;-) Im Elektronikmarkt in der Schweiz herrscht ein vergleichsweise sehr heisser Preiswettbewerb. Das führt dazu, dass Elektronik die einzige Kategorie ist, in der Produkte in der Schweiz gleich teuer/billig sind wie in D. Beispiele gefällig: Ich habe eine Spiegelreflex Canon 650D mit Objektiv hier im Laden billiger gekauft,als Amazon sie als Gehäuse anbietet....Gilt teiweise auch für Verbrauchsprodukte, so sieht es danach aus,als würden wir in D Toner für Okidrucker in CH kaufen. Also ist Digitec wohl gut unterwegs; die Entwicklung eines Allerweltskaufhauses, bei der sie sich ja auch versuchen, ist für mich allerdings nicht nachvollziehbar
Kommentiert von: Markus Kobelt | 17. Dezember 12 um 19:25 Uhr
Perfekt. Das sind die Einschätzungen, die uns weiterhelfen beim Verständnis für den Schweizer Markt :-)
Kommentiert von: Jochen (Exciting Commerce) | 18. Dezember 12 um 03:13 Uhr