von Matthias Hell
Im Unterschied zu anderen Elektronik-Ketten geht PC-Spezialist das Online-Thema anders an und setzt statt einer schwerfälligen Multichannel-Aufstellung auf einen zentral betriebenen Onlineshop – und wächst damit im dritten Jahr von 19,9 Mio. Euro (2011) auf 33 Mio. Euro, so Firmenchef Frank Roebers gegenüber Exciting Commerce:
„Unser Onlinehandel hat bis jetzt eine Steigerungsrate zum Vorjahr von 74 Prozent. Wir gehen davon aus, dass wir für das Gesamtjahr bei circa 33 Mio. Euro Umsatz landen werden. Auch für nächstes Jahr rechnen wir mit einem weiteren strammen Wachstum.“
Zwar liegt das Wachstum damit unter den Erwartungen, dafür ist der Onlineshop bereits rentabel – zwei Jahre früher als ursprünglich geplant.
Synergien mit den stationären Geschäften versucht PC-Spezialist dadurch zu erzielen, dass das Dienstleistungsangebot der Fachhändler zunehmend standardisiert wird und damit ähnlich wie ein Produkt online vermarktet werden kann.
Diese Strategie führt Frank Roebers auch auf Ebene der PC-Spezialist Muttergesellschaft Synaxon fort und startete Mitte des Jahres mit meine-IT ein Ausschreibungsportal für IT-Dienstleistungen.
Die Online-Plattform soll es auch den in der Verbundgruppe organisierten Systemhäusern ermöglichen, die Hebelwirkung des E-Commerce zu nutzen, so Frank Roebers:
„Wir haben bei Synaxon über 15.000 Menschen, die bundesweit flächendeckend Dienstleistungen erbringen können. Die sind bereits heute hochqualifiziert. Für uns bedeutet das, dass wir diese Qualifikationen identifizieren, erfassen und vermarktbar gestalten können. Das ist ein enorm wertvoller Schatz, den wir in den nächsten Jahren heben wollen. PC-Spezialist und meine-IT sind hierbei erst am Anfang.“
Synaxon ist bekannt für seine internen Experimente mit Wikis und Liquid Feedback. Schon früh hat Synaxon auch Erfahrungen mit eigenen Online-Diensten wie Snippr ("Wer nicht fragt, kauft dumm") gesammelt. Letzterer ist inzwischen Teil von PC Spezialist.
Frühere Beiträge zum Thema:



Kommentare