Die strategische Differenzierung über den Kundennutzen war auch diesmal wieder das Leitmotiv für die K5 Konferenz und das prägende Thema bei fast allen K5 Sessions.
Spannend, wenn Alexander Graf nun im Gegenzug "den Homer" einführt - als Sinnbild und ultimative Kategorie für Online-Shops, die Features vor Kundennutzen stellen und meinen, viel hilft viel im E-Commerce:
"[Der Homer] war mit Funktionen und Bling Bling bis zum Rand vollgeladen und hatte so am Ende kein sinnvolles Profil mehr für potentielle Endkunden.
Etwas ähnliches passiert seit ca. fünf Jahren im E-Commerce. Es werden Online Shops eröffnet, die zwar mit Funktionen glänzen, aber grundsätzlich gar keinen Kundennutzen stiften.
Die Shopbetreiber glauben anhand sogenannter “Best-in-Class” Analysen alles richtig zu machen. Gute Usability, toller Check Out, ein Badge System für Bestandskunden, Facebook……. Dabei bringt das alles rein gar nichts, wenn das Shop Modell dahinter keinen Nutzen für Endkunden stiftet.
Immer dann, wenn ich bei Konferenzen oder Gesprächen mehr über Funktionen und Features höre als über den Nutzen eines Online Shops, drängt sich bei uns der Begriff “The Homer” auf."
Irgendjemand sollte eigentlich eine Rubrik einführen mit dem Homer der Woche.



Wenn auch schon wieder von der Bildfläche verschwunden, nominiere ich refashion.de! Der Ansatz mit den Badges und dem Facebook-Chat war mehr als Homer'esque.
Kommentiert von: David | 30. September 12 um 14:13 Uhr
Ich finde es etwas vermessen, wenn man selbst noch nie ein e-Commerce-Startup auf die Beine gestellt hat (oder das völlig gescheitert ist wie im Fall von A. Graf) und man sich v.a. durch BWL-Phrasen dreschen in einem alten Handelskonzern (Otto) ausgezeichnet hat, sich nun so von oben herab zu gerieren. Diese sog. Berater braucht kein Mensch und ich kann nur jeden Shopbetreiber raten, darauf zu verzichten.
Kommentiert von: Oliver | 01. Oktober 12 um 09:02 Uhr
@Oliver: Muss man wirklich selbst erfolgreich eine Restaurantküche betreiben, damit man andernorts kritisieren darf, dass das Essen nicht schmeckt?
Im Fußball ist der beste Trainer vorher nicht unbedingt der beste Spieler gewesen. Warum soll dies im Onlinebusiness anders sein?
Kommentiert von: Christian Rothe | 01. Oktober 12 um 09:12 Uhr
Was verstehen Sie unter "Kundennutzen stiften"? Ein Onlineshop sollte das vor allem mit seinen Produkten. Alles andere ist nur Beiwerk. Viele Funktionen können Kunden auch erschlagen, gelesen wird doch von den wenigsten Kunden was da Tolles auf der Seite steht und was alles möglich ist.
Kommentiert von: Lothar Seifert | 01. Oktober 12 um 14:40 Uhr
@David: Ich glaube es wird schierig Shops zu nominieren, die nicht mehr live sind.
@Oliver: Ein paar gescheiterte Projekte habe ich sicherlich schon auf meiner Agenda, aber ein E-Commerce Startup war noch nicht dabei.
@Christian: schöne Antwort!
@Lother: Kundennutzen = Kunden kommen in den Online Shop, weil sie dort ein Angebot (Produkte, Services, Preise...) vorfinden, dass es woanders so nicht gibt. Solche Shops wachsen langfristig mit ihrem organischen Traffic.
Kommentiert von: Alex (kassenzone.de) | 01. Oktober 12 um 21:13 Uhr