Vorläufiger Höhepunkt des Groupon-Pokers: Wie das Netzökonom-Blog der FAZ und Deutsche Startups heute jeweils um Punkt 22 Uhr meldeten, soll Citydeal in Groupon aufgehen.
Holger Schmidt schreibt über den Samwer-Coup:
"Das Tempo hat sich für Citydeal gelohnt: Das Unternehmen ist inzwischen in mehr als 80 Städten in 16 Ländern aktiv und beschäftigt mehr als 600 Menschen in Europa.
"Citydeal hat mit immenser Geschwindigkeit und Effizienz gearbeitet und zugleich das Groupon-Model erfolgreich an die Bedürfnisse der einzelnen Länder angepasst", sagt Andrew Mason, Gründer und CEO von Groupon.
Die Seiten von Citydeal werden innerhalb der nächsten Monate den Namen und das Design von Groupon übernehmen. Insgesamt wird Groupon dann in mehr als 140 Städten in 18 Ländern tätig sein."
Der Tagesspiegel hat die (quasi komplette Presse-)Meldung.
(Noch) nichts bekannt ist, ob die CityDeal-Investoren (Samwers, Holtzbrinck, Otto eVenture Capital, Kinnevik) ausbezahlt wurden oder aber Anteile an Groupon erhalten haben.
Groupon hatte zuletzt 135 Mio. Dollar von der russischen Digital Sky Technologies erhalten, die auch schon groß in Facebook und Zynga eingestiegen war.
Frühere Beiträge zum Thema:





Da kann man nur den Hut ziehen :-)
chapeau! Aber das mit 600 Mitarbeitern kannst du getrost löschen! Da sind sehr viel freie Mitarbeiter, prakties und co. mit dabei. Schätze über 50 % der Belegschaft
Kommentiert von: Thomas | 16. Mai 10 um 23:09 Uhr
Aber die "600 Mitarbeiter" sind ein wesentlicher Bestandteil der Fassade - und um die gehts ja hier :-)
Kommentiert von: Jochen (Exciting Commerce) | 16. Mai 10 um 23:13 Uhr
Genau, es geht um die Fassade. Wie damals im Jahr 2000. Schnelles Wachstum und das Einwerben von VC als Business-Modell. Solange diese Laeden keinen Gewinn erwirtschaften, sind sie ganz schnell wieder weg von der Bildflaeche. Gestern war CityDeal noch nicht wert, es selbst weiter zu betreiben und heute ist es ploetzlich der Puzzle-Stein, der Groupon noch zu einem erfolgreichen Unternehmen gefehlt hat. Hat alles wieder sehr deutliche Anzeichen eines Hypes. Der grosse Knall kommt in Kuerze.
Kommentiert von: CF | 19. Mai 10 um 15:02 Uhr
Sehe ich nicht so. Für Groupon war CityDeal in der Tat der Puzzlestein. Insofern ist die Rechnung für Citydeal aufgegangen. Da kann man nur den Hut ziehen.
Wobei Groupon ja schon erfolgreich (und im Kern profitabel) ist. Nur die europaweite Expansion hätte man alleine nie so schnell hinbekommen.
Und jetzt profitiert Citydeal natürlich vom Erfahrungsschatz, den Systemen und den Prozessen von Groupon. Perfekt.
Kommentiert von: Jochen (Exciting Commerce) | 19. Mai 10 um 15:45 Uhr