Eine der größten Herausforderungen für Startups der innovativeren Art ist es, den Nutzern das eigene Konzept zu vermitteln - und zwar möglichst implizit, in einer einfachen, direkten Sprache.
Bei Smava scheint nach drei Jahren der Knoten geplatzt: "Direkt Kredit" heißt der gelungene neue Slogan, der das Social Banking/Lending Prinzip treffender nicht beschreiben könnte.
Auch das neue Web-Design kommuniziert die Idee jetzt besser denn je - und setzt diesbezüglich auch international Maßstäbe (vergleiche die Vorbilder Zopa und Prosper).
In der Erläuterung schreibt das Smava-Tema:
"All diese Entwicklungen haben uns auch dazu gebracht, unsere Positionierung und unsere Webseite zu überarbeiten.
Konkret haben wir uns entschieden, den Slogan „Kredite von Mensch zu Mensch“ durch „Direkt Kredit.“ zu ersetzen.
Warum? Einerseits war unser Ziel, einen Begriff zu finden, der die smava Vorteile deutlicher auf den Punkt bringt.
Kreditnehmern zeigt „Direkt Kredit.“, dass das Geld direkt von privaten Anlegern kommt. Dieses Direktprinzip macht Kredite schnell, einfach und günstig.
Für Anleger beschreibt es die Vorteile eines direkten Geldgeschäfts, das neben einer guten Rendite gleichzeitig die Unterstützung von interessanten Projekten ermöglicht.
Andererseits haben wir gemerkt, dass der Begriff „Mensch zu Mensch“ bei Kreditnehmern teilweise falsche Assoziationen hervorrief – langwierige und persönliche Verhandlungen mit Anlegern, Offenlegung von Lohnunterlagen vor Dritten und nicht geregelte Vertragsverhältnisse.
Aber unser Produkt ist genau das Gegenteil: schnell, direkt und sicher! Insofern beschreibt der neue Slogan besser als bisher, was smava für seine Kunden an Nutzen bietet."
Smava hat das Kreditvolumen zuletzt auf 25 Mio. Euro gesteigert und kürzlich einen polnischen Wettbewerber übernommen.
Viele Startups tappen in die Kommunikationsfalle, können ihre Idee entweder schwer kommunizieren oder überfordern ihre Nutzer mit einer Mischung aus Szene-Slang und unverständlichen Business- und Fachtermini.
Auf wievielen Webseiten finden sich heute noch Begriffe wie Social Media, Social Commerce, Live Shopping, Widgets, etc., die in der Endnutzerkommunikation nichts zu suchen haben?
Siehe auch die letzten Design Rules! Beiträge
Frühere Beiträge zum Thema:






Die Idee und Umsetzung von smava finde ich überzeugend. Es ist ein gute Alternative zu dem bestehenden Banken-Kreditsystem.
Kommentiert von: Andreas | 30. März 10 um 10:18 Uhr
Der Punkt mit der Endnutzerkommunikation ist wahrlich ein kaum beachteter bei vielen Enthusiasten.
Wirklich.
Kommentiert von: Sebastian (Handelskraft) | 30. März 10 um 10:23 Uhr
Naja, erfolgreich würde ich das nicht nennen!
Smava erhält ungefähr 1% Umsatzprovision auf das vermittelte Kreditvolumen, bei 25 Mio. EUR p.a. also 0,25 Mio. EUR p.a..
Davon kann man niemals das Portal und seine Mitarbeiter am Leben halten!
Kommentiert von: Alexander | 30. März 10 um 10:30 Uhr
Smava hat die Gebühren erhöht und erhält jetzt 2% plus irgendwelche Einstellgebühren etc. Ich würde mal mit eher 3% insgesamt rechnen. Allerdings sind die 25 Mio. EUR nicht p.a., sondern kumuliert; somit hat Smava bisher noch nicht einmal 750.000 EUR Umsatz gemacht. Hat schon einen Grund, dass die über 6 Mio aufgenommen haben...
Kommentiert von: Will | 30. März 10 um 13:00 Uhr
@Alexander "erfolgreich" hat das ja auch niemand genannt, aber auch kein schlechter Anfang für ein neues, erklärungsbedürftiges Geschäft.
Kommentiert von: Jochen (Exciting Commerce) | 30. März 10 um 13:56 Uhr
Ich sag Euch, die machen in ein paar Jahren richtig viel Geld. Da wird noch ein Milliarden Business entstehen. Ich würde dort auch Geld anlegen und auch leihen, wenn ich welches bräuchte.
Kommentiert von: Mirko | 30. März 10 um 20:35 Uhr
Ich halte Smava auch für eine sehr gute Idee. Das hier noch nicht so viel Geld verdient wird liegt natürlich an dem noch mäßigen Kreditvolumen. Aber ich denke gerade jetzt wird es wachsen, denn wer will sein Geld aufs Tagesgeldkonto bei der Sparkasse für 0,5 % anlegen.
Ich würde viel eher in Smava investieren als in diese ganzen Groupon Klone über die hier immer wieder berichtet wird.
Kommentiert von: Mike Müller | 30. März 10 um 21:46 Uhr