Das Groupon-Fieber liefert uns schon mal einen Vorgeschmack darauf, was erst passieren wird, wenn in den nächsten beiden Jahren wahlweise Twitter oder Facebook an die Börse gehen.
Burkhard Schneider hat einen hervorragenden Kommentar zum Thema ("Groupon-Klone: Quo vadis?"):
"Wenn es eines Beweises brauchte, dass die New Economy Hype zurückgeschwappt ist, dann ist es die Hysterie rund um die Groupon-Klone hier in Deutschland.
Anstatt mit guten Konzepten und deren Umsetzung zu überzeugen, liefern sich die Gründer der einzelnen Klone eine PR-Schlacht, wer schneller mehr Geld von VC´s und Business Angels eingesammelt hat, um damit vermeintlich die beste Ausgangssituation für die “Schlacht” zu haben.
Damit wird wie in der besten New Economy Hysterie der Eindruck vermittelt, dass man mit viel Geld den Erfolg kaufen kann. Das ist aus meiner Sicht ein großer Trugschluss: Mit viel Geld macht man die teureren Fehler, ansonsten nicht viel.
Schauen wir zurück. Die Samwers hatten mit Alando als deutschen E-Bay-Klon viel Erfolg, weil Sie u.a. exklusive Werbeverträge mit Megaportalen wie msn-Deutschland abgeschlossen hatten, um eine Markteintrittsbarriere gegen Konkurrenten zu errichten.
Das Geld dafür bekamen sie tatsächlich von einem VC, das u.a. für diese brachiale Markteintrittsstrategie verwendet wurde.
Ich kann mich des Eindruckes nicht verwehren, dass 10 Jahre danach immer noch viele mit diesem Erfolgsmuster (Kaufe Dir den Markterfolg) Erfolg haben wollen.
Schon in New Economy-Zeiten ging diese Strategie in den wenigsten Fällen auf ..."
Weiterlesen lohnt sich, denn das Social Web macht es heute um so vieles leichter, einen Hype zu schüren. Man kann gespannt sein, wer da künftig einen kühlen Kopf bewahren wird.
Wobei sich das Groupon-Fieber natürlich nicht auf Deutschland beschränkt ("Groupon and the Wannabes")



Groupon-Fieber: Nicht marktrelevante Selbstbefriedigung.
Kommentiert von: pillepallee | 03. Februar 10 um 20:28 Uhr
ich glaube das das eine schöne Spielwiese für lokale Unternehmen werden könnte, nicht etrem skalierbar, aber schönes Small Business... bin fast in Versuchung noch einen Klon als so eine Art Online Franchise aufzusetzen ;-) Kosten gleich null
Kommentiert von: Florian Bailey | 04. Februar 10 um 00:16 Uhr
An das Konzept glaube ich nachwievor, nur halt nicht in dieser aufgeblasenen Variante :-)
Kommentiert von: Jochen (Exciting Commerce) | 04. Februar 10 um 00:46 Uhr
Ich meine eigentlich habe ich echt keine Zeit dafür, aber wahrscheinlich lesen alle Klone hier mit ;-) Wenn ich der Klon mit den geringsten Finanzmitteln wäre, würde ich mir in jeder deutschen Stadt einen Franchise Nehmer aus dem lokalen Agenturumfeld mit relativ starker Social Network Aktivität suchen. Ganz geringe Franchise Gebühr, Zahlungsabwicklung und Provision über Zentrale, aber um Franchise Partner zu werden müssen sie 5-10.000€ lokal in Werbung und Incentives(Super Angebote die sofort weg sind, a la 30 Maß Freibier mit Hendl für je 1 €) investieren.
Damit könnte man den großen ernsthaft Konkurrenz machen ohne die Investition steigern zu müssen.
Sollte sich durch die verbreitete lokale Aktivität online schnell verbreiten, wichtigstes Marketing Mittel danach ist Email. Incentives dienen nur dazu Email Subscriber zu kriegen, als virale Kommunikationskanäle ganz intensiv Facebook und Twitter nutzen.
Zum Beispiel Sonderangebote auf Facebook die es nur auf Facebook gibt die ich nur bekommen kann wenn ich ein Codewort aus dem Emailnewsletter als Kommentar auf Facebook schreibe, dadurch verbreiten sich die Facebook Seiten lokal, muss natürlich eigener Twitter Account und eigene FB Seite für jeden Ort sein...
FB Ads sind in dem Fall wahrscheinlich das wirkungsvollste Werbemittel das es gibt, lokal fokussiert, lokale Angebote, stark lokal vernetzte Leute...
Business ausdenken macht mehr Spaß als bauen ;) lol
#ptfjib80
Kommentiert von: Florian Bailey | 04. Februar 10 um 09:54 Uhr