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Folgende Weblogs beziehen sich auf Karstadt verliert E-Commerce-Geschäftsführer an Plus.de:

Kommentare

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Hallo,

ist das überhaupt ein Plus.de-Trend den das Google Trend-Chart zeigt oder ein genereller bzw. systemimmanenter Trend?

Wenn man dem nachgeht, müssten Neckermann, Otto, Tchibo, Quelle auch seit Anfang des Jahres 2009 Probleme mit den Visits haben:
http://trends.google.com/websites?q=neckermann.de%2C+quelle.de%2C+otto.de%2C+tchibo.de&geo=all&date=all&sort=0

Wenn Du mich fragst, sind dafür vor allem sinkende PPC Budgets verantwortlich, mit denen weniger Traffic auf entsprechende Seiten geschaufelt wird.

Aber ich gebe Dir recht, irgendwo ist das schon seltsam - ebay, amazon & Co sind laut Google Trends auch auf dem absteigenden Ast, und zwar nicht zu knapp.

Hallo,

sehr optimistisch scheinen mir doch die Umsatzangaben von plus.de zu sein. Ein Blick in den Geschäftsbericht des Jahres 07/08 (http://www.tengelmann.de/fileadmin/pdf/2008/D_Zahlen_Fakten.pdf) zeigt rd. 62 Mio.

Was nützt der höchste Traffic, wenn der Kunde nur guckt, aber nicht kauft...

Ich erklär mir die Trafficzahlen (nicht nur die von plus.de aktuell so):

Während viele Online-Shops bis vor kurzem durch die schiere Reichweite (mehr Traffic) gewachsen sind (un damit diese Kennzahl auch zur ext. Erfolgsschätzung ausreichend war), findet aktuell ein Wandel im Online-Wachstum statt. Und zwar konzentriert man sich vielmehr auf die Conversion der Besucher durch Site-Optimierung, A/B oder Multivariat-Testing, User Centered Design-Ansätze. Es sind also weniger sinkende Budgets, sondern eher wirtschaftlichere Budgets am Werk.

Dieser Schritt wurde nötig, da die Reichweite im Netz aus Opportunitätsgesichtspunkten immer teurer wurde (Markteintritt zusätzlicher Player, Auktionsverfahren bei Google Adwords, viele Trafficquellen sind beinahe ausgeschöpft etc.). Zudem waren die Anteile des "Paid Traffics" bei vielen deutlich über 60-70%.

Folge: Viele Unternehmen sind sogar hingegangen und haben bewusst (schlechten) Traffic abgeschnitten (und wachsen trotzdem), da der Fokus (und das Invest) nun auf die Umwandlung des Traffics in Käufer gelegt wurde.

Von daher ist die reine Anzahl an Visits durchaus eine wichtige Kennzahl, nimmt aber in Ihrer Wichtigkeit ab, wohingegen man eigentlich mehr auf die Conversion der Site schauen müsste (die man aber nur schwer aus öffentlichen Quellen beziehen kann).

Die 62 Mio. für Plus.de im GJ 07/08 halte ich für gar nicht mal so utopisch.

Schätzung:
Pro Woche ca. 900.000 Besucher
Conversion: 1,5%
Warenkorbwert: 150 EUR
Bestellwert p.Woche = 2,0 Mio.

Aufs Jahr sind das ca. 100 Mio. EUR (abzüglich Retouren etc.) würde ich dann bei ca. 70 Mio. landen (und dabei glaube ich dass ich den Warenkorbwert noch eher niedrig angesetzt habe).


Danke für die Umsatzzahlen @OttmarHeld und die Einordnung @ChristianMartin

Der Kommentar von Christian Martin ist eine starke Punktlandung.
Hinzu kommt bei plus.de, dass man in 07/08 auch noch für die Online-Werbung der Filialen verantwortlich war. Nach dem Verkauf der Plus-Filialen an Netto/Edeka werden aktuelle Filialangebote auf plus-online.de (unter der Regie von Netto)und nicht mehr auf plus.de gezeigt.
Seit Ende 2008 gibt es auf plus.de somit keine Hinweise mehr für all die Kunden, die sich für Lebensmittelangebote interessieren. Diese dürften in 07/08 noch ca. 50-60% des Traffics verursacht haben.
Berücksichtigt man dies in der Chartanalyse, erkennt man sogar ein Wachstum des Traffics auf plus.de in den letzten Monaten.

Ich zweifle die Zahlen von Google Trends an. Wir beobachten siet langem, dass bei uns die in google Trends ausgewiesenen Visits nicht mit den realen Zahlen übereinstimmen. Die Kurve der Visitis in G.Trends zeigt bei uns klar nach unten, in Analytics aber klar nach oben!

Ich wäre sehr vorsichtig dabei, mit Zahlen aus Google Trends Schlüsse auf den tatsächlichen Geschäftsverlauf zu ziehen...

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