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Folgende Weblogs beziehen sich auf bvh-Zahlen '09: E-Commerce ist weit mehr als Versandhandel:

Kommentare

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Leider beschränkt man sich mit jeder Form von Definition künstlich, da man bei Definitionen willkürlich irgendwelche Grenzen setzt - man könnte sie auch anders setzen (wo fängt bspw. eine Hand an, wo hört sie auf? Gehören die Adern und Muskeln zur Hand, oder nicht? Alles künstlich und letztendlich willkürlich von irgendwem festgelegt). Dann kommt eines Tages die Zeit, wo die künstliche Beschränkung nicht mehr ausreicht und man diese dann erweitern muss und sei es wie im Falle des bvh, dass man das Handeln und Versenden von Daten-Paketen auch als Versandhandel begreift, um nicht "schöpferisch zerstört" zu werden. Ein ganz normaler Prozess... Auch bei der Definition von "Elektronischem Handel" legt man sich somit künstlich in Ketten. Sind smarte Local-Based Handy-Apps, die den stationären Handel stützen nun Elektronischer Handel oder nicht einfach Multi-Channel und vollkommen egal. Hauptsache man nutzt als Händler die einem zur Verfügung stehenden Wege. So erspart man sich bei allen Erfolgsrechnungen auch die Problematik der Zuordnung, ob es sich bei einem Sale nun um einen Katalog oder sonstwie induzierten handelt oder ein "reiner" E-Commerce-Sale. All diese Definitionen zerteilen künstich die Welt in kleinere Stücke und hinterher muss man sich dann fragen, wie diese Stücke nun zusammen passen (und rechtfertigen - Mein Kunde - Dein Kunde mit all den damit verbundenen künstlichen Streitereien und Steinen, die man sich selbst in den Weg legt), anstatt gleich das große Ganze zu sehen... Alles im Allen also ein rein sprachliches Problem, welches wir uns künstlich auferlegen und von dem wir uns all zu oft blenden lassen - meist sogar fahrlässig Entscheidungen daraus ableiten.

Eine wirklich brillante Analyse, die ich meinen versender-Kunden wörtlich vorlesen werde, Kompliment!

Der für mich wichtigste Satz:
"Die besten Handels- und Vertriebsmodelle sind zunächst einmal medienneutral und geräteunabhängig." Denn es macht keinen Sinn, in Medien oder Kanälen zu denken, wenn ich nicht vorher in Zielgruppen, Bedürfnissen, Services und Produkt gedacht habe.

Und eine Ergänzung zu "Denn der kataloggetriebene Versandhandel erweist sich online als nicht nachhaltig und löst sich mehr und mehr in Luft auf." Auch wenn das grundsätzlich richtig ist, darf nicht übersehen werden, dass man mit dem gedruckten Katalog den Online-Umsatz erheblich treiben kann, wenn die Konzepte stimmen. Ein in diese Richtung denkender Versandhandel, der seinen Katalog eben so treibt, kann eine gewisse Überlegenheit gegenüber reinen Online-Wettbewerbern ausspielen. Der Katlog läßt sich zumindest temporär in den nächsten Jahren vom (Kosten-)Klotz am Bein in ein Marketing-Instrument für Multi-Channel drehen. Und wer weiss - vielleicht erzeugt er auch auf Dauer solche positiven Cross-Effekte und wird daher überleben??

Kurzlich war zu lesen dass die großen Versandhändler den gedruckten Katalog in den nächsten Jahr nun wirklich abschaffen wollen. Mir schein in der Wahrnehmung der Medien (Hightext, Internet World Business und Versandhausberater) die Theorie des Long Tail nun im deutsche Versandhandel angekommen zu sein. Die großen Händler setzen also auf Nischenartikel mit höheren Margen.

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