Von wegen HSE24 und die Spezialversender bleiben von der Arcandor-Insolvenz unberührt. Der Konzern hat seine Beteiligungen längst an die Banken verpfändet. Das berichtet das Handelsblatt:
"Wie einem Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC für die Bundesregierung zu entnehmen ist, sind nahezu sämtliche Unternehmensteile an die Banken verpfändet.
Danach verfügen die Konsortialbanken Royal Bank of Scotland, Bayerische Landesbank und Commerzbank/Dresdner Bank über den Zugriff auf sämtliche Geschäftsanteile der Karstadt Warenhaus GmbH.
Auch die Touristikbeteiligung Thomas Cook, der Shoppingkanal HSE 24 und die Versandsparte Primondo GmbH samt Quelle sind komplett verpfändet."
Könnte also noch spannend werden, wer nun über die Zukunft welchen Unternehmens entscheidet.





Entscheidend für die Töchter ist, inwieweit sie in den Lieferantenstrukturen einerseits und im Gewinn-Pooling andererseits betroffen sind. So hat z.B. Quelle Österreich keine Insolvenz angemeldet, aber hängt am Tropf der Quelle-Lieferanten und bekommt daher auch keine Ware mehr. Und das, obwohl Quelle Österreich schwarze Zahlen schreibt. Andere Töchter haben eigene Bezugsstrukturen und sind deshalb weniger betroffen. Verpfändung heißt in dem Fall zwar mitgefangen, aber noch nicht mitgehangen.
Kommentiert von: Martin Gross-Albenhausen | 12. Juni 09 um 08:12 Uhr