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Folgende Weblogs beziehen sich auf Arcandor: Die Middelhoff-Jahre in der öffentlichen Einschätzung:

Kommentare

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Danke!

Endlich mal ein Kommentar, der die Situation auch von 2 Seiten betrachtet, und die Leistungen von Hr. Middelhoff zu schätzen weiss.

Bei allem, was schief gelaufen ist und nicht geklappt hat, muss man doch würdigen, dass das Unternehmen ohne ihn heute überhaupt nicht existieren würde. Denn nur durch das beherzte Eingreifen vor einigen Jahren, konnten die Arbeitsplätze von Tausenden Mitarbeitern gerettet werden.

Unbenommen, die Situation sieht heute nicht rosig aus und man darf gespannt sein, was passsiert. Aber dennoch wundere ich mich über diese Hexenjagd, die seit einiger Zeit von den Medien durchgeführt wird.

Beste Grüße
Stephan

Da ich im "Versandhausberater" nie das Loblied auf Middelhoff gesungen habe, erlaube ich mir jetzt mal zu sagen, dass er ein für die dramatische Lage optimaler Finanzmann war. Da hat er das Unternehmen bei den wichtigen Geldgebern oftmals über die Abgründe geredet.

Operativ hatte er keine - KEINE - Ahnung, aber dafür war er ja auch nicht da.

Im von ihm persönlich verantworteten E-Commere-Geschäft hat sich wenig bewegt, was über das normale Wachstum der Kanäle hinausgehen würde. Wenn man sich auf dem e-campus umhört, sind einige ziemlich frustriert.

Der Umgang mit Mitarbeitern, die er für nicht mehr notwendig hielt, war gelinde gesagt unwürdig. Da konnte man schon frösteln.

Der Umgang mit leitenden Mitarbeitern, die er selbst immer wieder mit unabgestimmten Aussagen überraschte, war kritisch.

Dass T.M. nicht aus einem der Teilbereiche kam, war vielleicht sogar die größte Chance. Jemand, der so lange Teil der alten Handelswelt war wie Deuss, Urban, Achenbach, kann nur bis zu einer bestimmten Grenze aus dem Systemrahmen "herausdenken".

Middelhoff hat klar erkannt, dass in diesen Jahren die Nachkriegsordnung des Einzelhandels und Versandhandels zuende geht. Was er mangels operativer Einsicht nicht einschätzen konnte, war die Kraft, die ein Wechsel den Akteuren abverlangt. Es zerreißt die Quelle, im Internet die eine Kundschaft anzusprechen, im Katalog aber mit Ratenkrediten eine Altersgruppe von 55jährigen mit geringem verfügbaren Einkommen zu erhalten.

Mit dem ihm eigenen Selbstbewusstsein kann er auch künftig von sich sagen, dass die anderen einfach nicht mit ihm Schritt halten konnten. Das war bei Bertelsmann so, das war bei Arcandor so.

Die Praxis ist nun mal nicht immer so, wie die Theorie es will. Glücklicherweise sind bei Primondo viel der von ihm als langweilige old-world Versender betrachtete Unternehmen ziemlich "alive and kicking". Das kann Primondo erhalten.

Wie gesagt, dass hier mal als ein Versuch der Würdigung aus Sicht eines ewigen Kritikers.

Ich kann mich da nur voll und ganz Stephan anschließen: Gut das mal jemand die Leistungen von Hr. Middelhof zu schätzen weiß und lobt.
Danke!

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