Der Elektronikversender Myby gibt auch zum Einjährigen wieder eine Vielzahl von Rätsel auf:
"Wir haben unsere Ziele deutlich übertroffen", verkündet Myby-Chef Daniel Boldin gegenüber der Fachpresse.
"Insgesamt haben wir eine signifikant sechsstellige Anzahl an Kunden und wachsen umsatzmäßig von Quartal zu Quartal zwischen 40 und 50 Prozent", sagt Daniel Boldin im großen Interview mit der Internetworld (Printausgabe).
Über konkrete Umsätze will Myby nicht reden. Andere erfolgreiche Elektronikversender geben sich da weitaus weniger geheimniskrämerisch und veröffentlichen ihre Umsatzkennzahlen.
Bei Home of Hardware beispielsweise lag der durchschnittliche Paketwert im vergangenen Geschäftsjahr bei knapp unter 300 Euro (errechnet gem. Factsheet).
Heißt das also, Myby käme - bei signifikant über 100.000 Kunden - im ersten Jahr auf einen Umsatz von weit über 30 Mio. Euro? Das könnte sich doch zumindest sehen lassen.
Hier die stetig wachsende Liste der Elektronikversender, für die uns Unternehmenskennzahlen vorliegen:
Cyberport und Computeruniverse gehören inzwischen zusammen; Promarkt Online, einst einer der führenden Elektronikversender, hat die Ursachen für die dramatischen Einbrüche im letzten Geschäftsbericht sehr plastisch beschrieben.
P.S. Beim kommenden Roundtable in Düsseldorf werden wir neben einer Reihe von Modeversendern auch einen der erfolgreicheren Elektronikversender dabei haben.
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Der rasante Anstieg der Kundenzahlen bei Myby ist nicht zuletzt durch Sonderaktionen eingekauft worden: Großzügig verteilte 10 Euro Gutscheine und versandkostenfreie Lieferung haben in den diversen Schnäppchenjäger-Portal eine Menge Wind gemacht.
Die Frage ist bei solchen Aktionen halt immer, ob unterm Strich pro Bestellung noch draufgelegt werden musste, und ob die so gewonnenen Kunden auch ohne Gutscheinangebote wiederkommen. Der durchschnittliche Bestellwert wird in diesem Kundensegment sicher deutlich unter 300 Euro liegen.
Kommentiert von: Enk | 18. November 08 um 13:02 Uhr
Ich finde, daran ist zunächst mal nix anstößig. Wenn ich an den Wirbel von H&M denke. Man nennt diese Phase ja "List-Building". Muss natürlich gelingen, solche Leute zum Wiederkäufer zu machen.
Genau das ist problematisch, wenn man in den Wettkampf mit den Schnäppchenbietern geht und sich keine treuen Kunden erziehen kann.
Kommentiert von: Martin Gross-Albenhausen | 18. November 08 um 14:42 Uhr