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Folgende Weblogs beziehen sich auf ACTA 2008: E-Commerce in einer Zweiklassengesellschaft:

» Mit multidimensionalen Produktbewertungen beim Kunden punkten und Retouren senken von Zwischendurch@Thorsten Boersma
Produktbewertungen von Kunden werden immer wichtiger und spielen inzwischen eine bedeutende Rolle beim Einkaufen. Onlineshops können durch Produktbewertungen den Kundennutzen steigern und die Retourenquote senken. Um diese Potentiale optimal zu nutzen, si... [Mehr erfahren]

» Neue Zahlen des bvh: Ecommerce und Online-Modemarkt boomen weiter von Zwischendurch@Thorsten Boersma
Wieder gibt es neue Zahlen des Bundesverband des deutschen Versandhandels (bvh) zum Ecommerce. Der Onlinemarkt wächst weiter und pusht damit den gesamten Distanzhandelsmarkt. Neue Kunden mit verändertem Einkaufsverhalten, neue Wettbewerber und neue (Longta... [Mehr erfahren]

Kommentare

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Hallo Jochen,

kannst du deinen letzten Satz (Internetzukunft unterscheidet sich von der Vergangenheit) noch etwas näher erläutern? Das ist mir noch nicht so ganz klar.

Haupterkenntnis ist ja: Heavy-User sind anders ("aufgeklärtere, kritischere Konsumenten"). Die Merhheit sind aber noch Light-User (wenige Online-Käufe p.a.).

Würde ja heißen - Online-Shops stecken in nem 3-Phasen-Modell:
1. Phase: Light-User zum Online-Kauf zu bewegen (Kampf um Marktanteile)
2. Phase: Light-User zum Wiederkäufer (Heavy-User) transformieren (Aufbau Kundenbindung)
3. Phase: Heavy-User abschöpfen

Für jede Phase müssten dann auch andere Strategien erarbeitet werden.

Phase 1: Invest in Online-MG-Budgets
Phase 2: Invest in Service/Logistik/Customer Experience
Phase 3: Invest in Vernetzung der Kunden

Aktuell sind wir wohl eher noch in Phase 1 mit Schwelle zur Phase 2. Entscheidend für die Rentablität der Geschäftsmodell wird aber Phase 3 und da sind dann andere Tools/Strategien als heute notwendig. Verstehe ich das so richtig?

Gruss
Christian Martin

Stimmt, die letzte Aussage ist so verkürzt dann doch etwas banal.

Was ich meine, ist, dass es sich - strategisch gesehen - um kein Phasenmodell handelt, da beide Zielgruppen komplett unterschiedlich ticken und unterschiedliche Strategien (bzgl. Nutzeransprache, Aktivierung, etc.) brauchen.

Entsprechend kann man auch nicht von früheren Erfahrungen profitieren.

Shops, die sich also vornehmlich an die Light-User/Interneteinsteiger wenden und diese in der von Dir beschriebenen Form konvertieren, werden einen anderen strategischen Ansatz fahren, als die, die sich (wie Guut, Brands4Friends, Smatch, etc.) von Beginn an an Heavy-User/erfahrene Online-Nutzer wenden.

Für Polyvore z.B., das sich von Beginn an an erfahrende Online-Nutzer wendet, ist Deine Phase 3 (Invest in Vernetzung der Kunden) eindeutig Phase 1.

Strategisch gesehen besteht die Gefahr darin, dass ein Händler/Katalogversender, der keinerlei Erfahrung mit Shoppingkonzepten für erfahrene Online-Nutzer hat, seine Nutzer irgendwann an die Vente-Privées, Threadless', Woots (und was immer da noch kommen mag) verlieren wird.

Die Falle besteht also darin, sich strategisch zu lange an der Masse der Interneteinsteiger (viele, eher inaktive Nutzer, die wenig kaufen) auszurichten und es zu versäumen, sich frühzeitig Kompetenz bei den Vielkäufern aufzubauen. Denn diese sind es, die den langfristigen Erfolg ausmachen.

Mein Punkt ist also, dass hier zwei parallele Welten entstehen, zwischen denen sich nicht beliebig hin- und herspringen lässt.

Hallo Jochen,

danke für die Erläuterungen.

Kurz & Knapp ... für viele die Kern-Herausforderung schlechthin:
"Wie werden aus Kunden Fans?"

Gruss
Christian Martin

Hallo Jochen, danke für den Hinweis auf die interessante Studie von ACTA. Leider konnte ich dort nicht die zugrunde liegende Anzahl an befragten Personen [n] entnehmen. Habe ich das vielleicht nur überlesen oder weißt du mehr? Danke und Gruß, Tobias

Grundlage sind 10.000 repräsentativ Befragte. Infos gibts auf der Website:
http://www.acta-online.de/main.php?selection=26&rubrik=0

In der Studie sind ein paar Prozentzahlen recht komisch angegeben.

Beispiele:

Seite 5 => 38% haben eine einfache, 51% eine mittlere und 55% eine höhere Schulbildung. Ich komme biem Zusammenzählen auf 144%, wobei die Auswahl aber eine "oder"- und keine "und"-Verknüpfung ist. Woher kommen also die 44%?

Seite 32 => von den Onlinekäufern insgesamt haben 84% Datenschutzbedenken, 82% haben keine.

Wie kommen diese Zahlen zustande? Habe ich etwas falsch gelesen?

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