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Kommentare

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Stellt sich nur die Frage: Wozu?
Ja, es gibt viele Ansätze für Reginalwährungen oder "Ding", "Bongs" oder sonstwelche "Währungen". Aber die haben entweder einen Rabatthintergrund und sollen eine Region (meist erfolglos) vor dem Einbruch von internationalen Händlern wie H&M statt "Rosis Dirndlkammer" schützen. Oder sie symbolisieren z.B. mein Guthaben bei iStockphoto, weil ich da halt net lieber 10 Euro als 10 mal 1 Euro überweise.
Aber bei Xing?
eric

Gerade Freiberufler und Selbständige sollten doch am besten wissen, worin der Vorteil liegen könnte, wenn man Leistungen gegenseitig in einer Alternativwährung verrechnen könnte ;-)

Virtuelle Währungen haben viele interessante Ansatzpunkte:

- Den Belohnungsaspekt für Plattform-fördernde Aktivitäten von Mitgliedern, ohne diese in Cash bezahlen zu müssen,

- abgesehen davon, daß Belohnungen in Cash manche Mitglieder in der Passivität verharren ließen,

- Bartergeschäfte, deren Terms of Trade nicht transparent sind und daher Windfall Profits ermöglichen,

- die steuerliche Komponente: was ist ein steuerbares - und damit steuerpflichtiges - Einkommen in einer virtuellen Währung?

- Die Hand an der virtuellen Notenpresse: Auch bei virtuellen Währung läßt die Geldschöpfung Inflation entstehen - ggf. zum Wohle der ausgebenden "Bank". Mein Miles&More-Konto hatte in den Neunziger Jahren per Meile jedenfalls deutlich mehr "Kaufkraft" als heute.

Wer wäre als nicht gern sein eigener Zentralbanker? Frage ist nur, ob die "bunten Scheine" vom Markt auch angenommen werden...

"Markt" ist im Fall von Xing oder Etsy natürlich relativ.

Beide Plattformen können in ihren vergleichsweise homogenen Umfeldern sicherlich besser einschätzen, was "der Markt", sprich: ihre Mitglieder, wollen und das Währungssystem dann entsprechend (im Idealfall zusammen mit den Mitgliedern) so konzipieren, dass es größtmögliche Akzeptanz findet.

ich würde die negativen erwähnten aspekte der regio-währungen nicht ganz und gar nicht unterstreichen. es findet faktisch keine geldschöpfung statt, da die gutscheine durch euros gedeckt sind. das bethel-geld feierte am freitag seinen 100 geburtstag und hat faktischen einen community-charakter, der ein gutes vorbild für online-"währungen" darstellen könnte.

grusz
klm

@stefan: Ich bin in diesem Kontext immer etwas irritiert über den Begriff "virtuelle Währung", da es sich bei Komplementärwährungen genau nicht um "virtuelle", sondern um sehr reale Währungen handelt, mit denen man - wie mit Euro oder Dollar auch - reale Güter und reale Dienstleistungen erwirbt.

Das Konzept sollte mE nicht mit "virtuellen Währungen" in einen Topf geworfen werden, mit denen man in einer "virtuellen Welt" (Second Life?) "virtuelle Güter" kauft.

@klm: Deshalb trifft es meiner Meinung auch der Begriff "Online-Währung" nicht ganz, da das Regiogeld ja beispielsweise on- und offline eingesetzt werden kann.

Mangels besserer Alternativen finde ich deshalb in der Tat "Komplementär"- oder "Zusatz"-Währungen am treffendsten. Aber vielleicht kennt jemand einen besseren/verständlicheren Begriff.

Als Beispiel siehe auch den Online-Marktplatz http://www.wiraktion.ch , wo Mitglieder auch in WIR bezahlen können, der Währung der Schweizer WIR-Bank (http://www.wir.ch ).

@Jochen: "virtuelle Währung" in diesem Zusammenhang bedeutet nicht, daß man damit virtuelle Güter erwirbt.

Wenn ich Lars Hinrichs richtig verstehe, möchte sich XING mittelfristig als Clearingstelle für Bartergeschäfte aufstellen. Der Schritt zur eigenen Geldschöpfung wäre dann nur ein kleiner.

Und virtuell ist diese Währung sicherlich: weder die Europäische Zentralbank noch die Bundesbank werden gewillt sein, "Wettbewerber" zuzulassen, von der rechtlichen Situation einmal ganz abgesehen. Und jedes "XING" in diesem Geschäft braucht einen Wechselmechanismus ins reale Leben, in konvertierbare Währungen. Vielleicht ist mein früheres Posting jetzt besser zu verstehen.:)

Ein System, das nur auf Paar-Beziehungen aufbaut und sinnvoll als Währung in sozialen Netzwerken genutzt werden könnte ist Ripple:

http://ripple.sf.net/

Die langfristige Planung ist, es auch in p2p Programmen einzusetzen, so dass Nutzer nicht von einer einzelnen Webseite abhängig sind.

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