Langsam rückt StudiVZ-Chef Marcus Riecke mit der Sprache heraus - und wie schon seit längerem absehbar, hat er den Online-Handel als zukünftigen Zahlmeister im Visier ("Social Commerce statt störender Werbung - wie StudiVZ Geld verdienen will"):
"Das beste Beispiel für ein funktionierendes Modell ist unsere Kooperation mit Brands4Friends. Diese Community-Vermarktung werden wir ganz stark ausbauen."
Da, wie er selber sagt, klassische "Werbung die Nutzer nervt", soll es nun offenbar der E-Commerce richten:
"Der Versuch, die Nutzer mit Werbung zu nerven, kann dagegen nur schief gehen. Die Display-Werbung wird daher nur einen Sockel unserer Einnahmen ausmachen. Perspektivisch geht es um den Ausbau dieser Social-Commerce-Angebote."
Damit wird klar, warum sich StudiVZ - im Gegensatz zu Facebook, MySpace, Xing & Co. - weiterhin sträubt, zügig eine offene Lösung wie Open Social sowie ein Standard-Newsfeed einzuführen, mit dessen Hilfe sich E-Commerce Services (kosten)frei integrieren und viral verbreiten ließen. Nur so kann StudiVZ Online-Händler, die StudiVZ nutzen wollen, weiter zur Kasse bitten.
Mit Social Commerce im eigentlichen Sinn hat das wenig zu tun. Bisher handelte es sich bei den Inserenten auch vorzugsweise um befreundete Holtzbrinck-Beteiligungen wie Brands4Friends, Bookya & Co., die für (Werbe-)Umsätze in diesem Bereich sorgen.
Künftig möchte StudiVZ dieses Modell auch anderen schmackhaft machen, obwohl selbst Bookya & Co. einräumen, dass sich das Modell inzwischen abgenutzt hat.
Zum kompletten Interview mit FAZ-"Netzökonom" Holger Schmidt.
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Klare Worte! Dem ist nichts hinzuzufügen. Auf die neue Generation News-Feed in xyVZ bin ich aber dennoch gespannt. Zitat Marcus Riecke: "Wir werden das eleganter machen."
Kommentiert von: Andreas Haderlein | 04. August 08 um 09:30 Uhr