Auch wenn das sicherlich keiner der bekannten Systemhersteller so formulieren würde: Die mit Abstand führenden Shoppingsysteme kommen von Amazon und Ebay. Kaum ein Anbieter, der den Lösungen von Amazon & Co. nicht nacheifern würde.
Im neuesten MFG Innovationcast ("08 Trends im E-Commerce") erläutert Oxid-Chef Roland Fesenmayr den aktuellen Stand bei den Shopsystemen und im E-Commerce im allgemeinen. Für viele hieß es in den letzten Jahren, nachzuarbeiten und zu den Systemlösungen der Marktführer aufzuschließen.
Nicht zuletzt Intershop scheint Amazon und Ebay nun als eine Art Blaupause für das Shoppingsystem der Zukunft entdeckt zu haben und steigt nun geschickterweise ebenfalls ins Marktplatzgeschäft ein. In der Pressemeldung heißt es:
"Intershop jetzt auch mit Plattform für den C2C-Handel und Auktionsportal
Mit der erstmaligen Inbetriebnahme einer Plattform, die den direkten Handel (...) zwischen Privat- und/ oder Geschäftspersonen ermöglicht, komplettiert die Intershop Communications AG die Einsatzmöglichkeiten ihrer Standardsoftware und erlaubt (...) neben den bisherigen Kanälen B2B und B2C auch den C2C-Handel zwischen Kunden.
Dies ermöglicht Intershop-Kunden, die vorherrschende Marktstellung im C2C-Handel von eBay und „Amazon-Marketplace“ in diesem Marktsegment zu attackieren und attraktive Bedingungen z. B. für sogenannte „Powerseller“ und semiprofessionelle Anbieter zu schaffen. (...)
Die zusätzlichen Möglichkeiten dürften auch bei Bestandskunden Intershops weltweit auf großes Interesse stoßen."
Nachdem sich in den vergangenen Jahren im Bereich der Shopsysteme enttäuschend wenig getan hat, sich zugleich aber jeder der Unzulänglichkeiten heutiger Shopsysteme bewusst ist (siehe auch diesen sehr treffenden Kommentar von Superreal-Chef Oliver Cloppenburg), dürfte uns in den kommenden Jahren noch der ein oder andere Innovationsschub bevorstehen.
Doch wohin soll die Reise gehen? Ist Intershop auf dem richtigen Weg? Oder wie sonst müsste das ultimative Shoppingsystem der Zukunft aussehen?
Frühere Beiträge zum Thema:





Nun, wohin wird die Reise gehen? Sicherlich werden sich die am Markt präsenten Systeme zukünftig immer mehr den individuellen und oftmals sehr diversen Bedürfnissen der Shop-Betreiber und der Kunden anpassen, um trotz zunehmender Funktionsvielfalt weiterhin übersichtlich zu bleiben. Dazu gehören gerade auch Optimierungen vieler Arbeitsabläufe per AJAX und Co., für "on-the-fly" Produktfilter, unkomplizierte Bestellprozesse etc.
Also eher eine technische Fortentwicklung, als eine komplette Konzeptänderung, da der oben beschriebene Marktplatzansatz so wohl nur für einzelne Shops interessant sein dürfte.
Kommentiert von: Robert Fischer, sandoba.de medien agentur | 03. Juni 08 um 12:40 Uhr
ich weiß auch garnich warum immer alle nach intershop schreien. IBM z.b. bietet auch ein sehr gutes - in meinen Augen sogar noch viel besseres Tool - namens Webphere Commerce an. Ist bei s.Oliver, Saturn, eBay (zumindest Technologie Ansätze soweit ich weiß), Sony und mehr im Einsatz. Ein Bericht darüber wäre mal interessant.
Kommentiert von: Roland | 06. Juni 08 um 09:53 Uhr