In Frankreich beginnt die Situation bei den Vente Privée Diensten zu eskalieren. Wettbewerber wie 24h00.fr und Bazarchic werfen Vente-Privée vor, seine marktbeherrschende Stellung zu missbrauchen.
Die Wettbewerber kritisieren, dass Vente-Privée, das in Frankreich einen geschätzten Marktanteil von 90% hat, mit attraktiven Marken Exklusivverträge abschließt und so den Markt für die anderen austrocknet.
Vente-Privée Gründer Jacques-Antoine Granjon hingegen wirft seinen Konkurrenten vor, dass sie innovative Konzepte schamlos abkupfern.
Und entgegnet auf den Vorwurf der Knebelverträge:
"Es steht den Marken völlig frei, nicht exklusiv mit uns zu arbeiten. Wer nicht bereit dazu ist, bekommt einfach weniger günstige Bedingungen."
Zudem bemängeln die Wettbewerber, dass sich Vente-Privée den Begriff "Vente Privée" (Private Sale, Privatverkauf), in Frankreich ein stehender Begriff, als Marke schützen lassen will.
Das Journal du Net (F/D) und Le JDD (F/D) haben in den letzten Tagen ausführlich über die Zwistigkeiten berichtet.
Schon Mitte Dezember zeigte sich Jacques-Antoine Granjon im Gespräch mit Exciting Commerce zunehmend genervt, dass in Frankreich nun Dutzende von Trittbrettfahrern den Markt abschöpfen wollen, den Vente-Privée innerhalb von fünf Jahren mühevoll aufgebaut hat.
Frühere Beiträge zum Thema:




Ich zitiere da einmal meinen ehemaligen Prof. Tim Devinney:
"Wenn dein Geschäftsmodell ins Wanken gerät, weil es Konkurrenten gibt, die das gleiche machen, hast du ein Problem mit deinem Geschäftsmodell."
Und zum Vorwurf des Monopolmißbrauchs: Den hat Granjon in seinem Zitat ja gleich mal bestätigt :-)
Kommentiert von: Marcel | 31. Dezember 07 um 17:02 Uhr