Vielleicht liegt der bvh mit seiner verhaltenen Umsatzprognose für das Teleshopping doch nicht so falsch.
Denn nicht nur HSE24 schwächelt. Wie heute bekannt wurde, scheint sich auch Marktführer QVC schon seit längerem schwer zu tun.
Die Konzernmutter Liberty Media spricht in ihrem Quartalsbericht vergleichsweise deutlich von "anhaltenden Problemen" ("ongoing challenges") bei QVC Deutschland:
"QVC CEO Mike George stated, "While we are disappointed with our second quarter results, our U.S. business continued to grow but at a reduced rate, driven in part by difficult comparisons and continued challenges in the jewelry category.
Our UK business picked up and is showing signs of ongoing improvement while QVC Japan and QVC Germany continue to address operational and market challenges.
Again, we believe we have identified the key issues in these markets and remain confident in our ability to successfully remedy them."
Liberty Media weist für das internationale QVC Geschäft (Großbritannen, Deutschland, Japan) keine Einzelwerte aus. Insgesamt wuchs QVC International im 2. Quartal währungsbereinigt um "weniger als 1%".
Überraschende Managementwechsel sind ja seit jeher ein ganz guter Indikator für potenzielle Sorgenherde: QVC meldete Anfang Juli zwei unerwartete "Wechsel in der Geschäftsleitung". Die Veränderungen betrafen die Bereiche "Customer Focus" und "Planning & Programming".
Damit bestätigt sich auch unsere verhaltene Bewertung des QVC-Jahresergebnisses 2006:
"Als Branchenbeobachter hätte man erwartet, dass QVC im Jubiläumsjahr - QVC feierte 2006 mit vielen Sonderaktionen sein 10-jähriges Bestehen - die 700 Mio. Euro Marke knacken kann."
Irritierend an den Zahlen war schon damals, dass QVC sein Ebitda-Ergebnis um 29% steigern konnte, während die Umsätze nur um 7% stiegen. Selbst die treueste Kundschaft lässt sich soviel Margenorientierung selten lange gefallen.
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