Das Labor für Entrepreneurship an der FU Berlin geht vereinfacht gesprochen davon aus, dass das, was Konzerne wie Nike & Co. tun, inzwischen jeder kann: nämlich Produktideen entwickeln, die Produkte kostengünstig herstellen lassen und dann entweder - wie die Konzerne - weltweit oder besser noch - ohne die immensen Marketingkosten zu erheblich reduzierten Preisen - in der eigenen Community vertreiben.
Seit Anfang des Jahres führt das Labor das Entrepreneurship-Blog, in dem das Team unternehmerische Ansätze sowie die Methode vorstellt, "systematisch aus einem Rohstoff (Patent, neue Technologie, neue Idee) ein ausgereiftes und in allen notwendigen, auch betriebswirtschaftlichen Aspekten durchdachtes Business Model zu entwickeln".
Die Fallstudie Teekampagne bietet einen ganz guten Einstieg in die Denkweise des Labors. Sie zeigt, wie sich qualitativ hochwertiger Tee preisgünstig anbieten lässt, wenn man aus den gewohnten (Vermarktungs-)Mechanismen ausbricht.
Zudem gibt es im Blog gerade ein aktuelles Gespräch mit Frithjof Bergmann (hier direkt als Google Video), in dem dieser seine Thesen zur "neuen Arbeit" erläutert.
Frithjof Bergmann vertritt die Auffassung, dass sich das Prinzip abhängiger Beschäftigung in Großunternehmen überlebt hat. Eines seiner Leitmotive lautet: Jeder Mensch sollte das tun, was er "wirklich wirklich will". Gerade die modernen Technologien erlauben es dem Menschen (wieder), in selbständigen Einheiten zu arbeiten und es dabei mit den großen Konzernen aufzunehmen.
Wer noch nie etwas von den Professoren Bergmann und Faltin gehört hat, sollte sich das Video unbedingt ansehen. Viel von dem Gesagten lässt sich auf den Netzwerkgedanken und die dezentralen (Business-)Modelle des Web 2.0 übertragen.
Aus gutem Grund finden sich auf der "New Work - new Culture"-Website dann auch Themen wie die "Hightech Eigenproduktion" wieder.
(via Best-Practice-Blog und Bernd Röthlingshöfer)





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